Europa ist im Rennen um die beste künstliche Intelligenz mit den USA und China zwar deutlich im Hintertreffen. Wenn man sich die Investitionen von Microsoft oder Alphabet in neue Rechenzentren anschaut, wird schnell klar: In puncto KI-Infrastruktur spielt Europa derzeit nicht in derselben Liga. Doch der Kontinent könnte an einer anderen Stelle punkten – nämlich dort, wo es darum geht, KI konkret und wirkungsvoll in Geschäftsprozesse zu integrieren.
Gerade Unternehmen mit wertvollen Daten, großen Kundenbasen, komplexen Abläufen und hoher Regulierung haben laut Analysten der Schweizer Bank UBS zuletzt spürbar zugelegt. Dazu zählen vor allem Banken, Versicherer, Logistikdienstleister, Händler und Gesundheitsanbieter. Dagegen fehlen Softwareanbieter in der Liste der Gewinnerbranchen. Denn bei vielen Geschäftsmodellen, die stark auf Nutzerlizenzen oder arbeitsintensive Leistungen setzen, wächst der Druck durch KI spürbar.
Besonders interessant sind derzeit jene Unternehmen, die KI nicht nur als Zukunftsthema diskutieren, sondern bereits heute clever einsetzen, um ihr Geschäft entscheidend voranzubringen. Chancen sieht UBS etwa in der Energiebranche, wenn KI frühzeitig Wartungsbedarf erkennt oder seismische Messdaten besser auswertet. Auch in der Industrie kann sie Prozesse effizienter machen, die Forschung beschleunigen und die Logistik verbessern. Im Einzelhandel zeigt sich bereits, wie groß der Hebel sein kann: Tesco etwa setzte im Weihnachtsgeschäft eine KI-gestützte Einsatzplanung ein und schuf damit 100.000 zusätzliche Lieferzeitfenster – ein wichtiger Faktor für das starke Wachstum im Onlinegeschäft.
Schlussfolgernd lässt sich sagen, dass Europas KI-Chance womöglich weniger im Wettlauf um die größte Rechenleistung liegt als in der intelligentesten Anwendung. Die Redaktion von €uro hat vier Favoriten ermittelt, die bei der KI-Anwendung in ihren Branchen ganz vorn mit dabei sind.
Wenn Sie wissen wollen, welchen vier Unternehmen die Experten in den jeweiligen Branchen zutrauen, die KI am besten für die Weiterentwicklung ihrer Geschäftsprozesse einzusetzen, dann lesen Sie die aktuelle Ausgabe von €uro – Das Magazin für Wirtschaft und Geld.
Weitere Themen im Heft
Bewährte Währungen
Dollar, Yen und Franken sind klassische sichere Häfen. Attraktiver sind derzeit die Devisen rohstoffreicher Länder mit unabhängigen Notenbanken (S. 12)
Was tun, wenn es teuer wird
Der Rohstoffpreisanstieg zeigt, wie groß die Gefahr einer neuen Inflationswelle tatsächlich ist. Aber wie anlegen, wenn es teuer wird? €uro hat Inflationsgewinner gefunden (S. 68)
Dividende mal anders
Dividende ist nicht gleich Dividende. Anstelle einer regelmäßigen, einfachen Bardividende gibt es auch andere Varianten und Besonderheiten – von der Aktiendividende über den Treuebonus bis zum Schokoladenkoffer (S. 77)
Aufschlag München
Die Stadt München hat eine neue Anleihe emittiert. Der Bond bietet gegenüber deutschen Staatsanleihen ein ordentliches Renditeplus (S. 92)
Steuererklärung
Der Abgabestichtag für die Einkommensteuererklärung 2025 ist der 31. Juli. Im Schnitt sind 1.172 Euro Erstattung drin. 25 effektive Ausfülltipps für Anleger, Immobilienbesitzer und Ruheständler (S. 104)
Jetzt NEU: 3 Ausgaben €uro lesen, nur eine bezahlen
Mehr wissen. Besser investieren. Vermögen aufbauen: €uro – Das Magazin für Wirtschaft und Geld liefert Ihnen fundierte Analysen, klare Einordnungen und konkrete Strategien für Ihre finanziellen Entscheidungen. Erfahren Sie, wie Sie langfristig Vermögen aufbauen, mit den richtigen Steuer- und Versicherungstipps mehr Netto vom Brutto behalten und wirtschaftspolitische Entwicklungen richtig einordnen – damit aus Ihren finanziellen Zielen Realität wird.
Jetzt das neue Probeabo nutzen: Lesen Sie jetzt 3 digitale Ausgaben von €uro für nur 8,90 € statt 26,70 €. Sparen Sie über 60 Prozent und behalten Sie den Durchblick bei Wirtschaft, Geldanlage und Vermögensaufbau.