Der Fast-Food-Riese wächst auf gleicher Fläche und durch neue Läden. Ein werthaltiger Bestand an Immobilien und steigende Dividenden machen Appetit.

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst am 19. Mai in der BÖRSE ONLINE-Ausgabe 22/26. Wenn Sie in Zukunft als Erstes die Einschätzung unserer Experten lesen wollen, dann werfen Sie einen Blick auf dieses Angebot.

Die Läden mit dem goldenen „M“ kennt jeder. In mehr als 100 Ländern vertreibt der Konzern Produkte wie Burger, Pommes, Salate oder Milchshakes. McDonald’s ist die weltweit wertvollste Restaurantmarke, der die Konsumenten die Treue halten. Etwa 72 Millionen Kunden bedient der Konzern täglich. In den bestehenden Geschäften wächst der Umsatz weiter, sowohl im wichtigsten Markt USA als auch international.

Dazu baut der Konzern seine Präsenz weiter aus: In das laufende Jahr startete McDonald’s mit weltweit 45.356 Restaurants, bis Ende des nächsten Jahres sollen es bereits 50.000 sein. Etwa 95 Prozent der Standorte werden von Franchise-Nehmern betrieben. Neben Skaleneffekten reduziert dies das operative Risiko für McDonald’s. Obendrein ist das Geschäft so auch mehr als nur der Verkauf von Fast Food. Der Konzern verfügt über milliardenschwere Vermögenswerte, besitzt Grundstücke, Gebäude auf eigenen und gepachteten Flächen sowie Ausstattung. Gebühren für die Pacht und Franchise-Gebühren als Beteiligung am Umsatz sorgen damit für stabile beziehungsweise wachsende Einnahmen.

„Schwäche­phasen waren historisch gute Kaufchancen.“

Florian Hielscher, Redakteur

Neben Marketingaktionen oder Kooperationen setzt McDonald’s auch auf Maßnahmen wie Spar-/Value-Menüs, um in ­einem schwierigeren Umfeld preissensible Kunden in die Filialen zu locken. Hinzu kommen neue Produkte wie die jüngst eingeführte Getränkekollektion, deren Auftakt in den USA das Management als „vielversprechend“ bezeichnete.

Natürlich ist auch der Fast-Food-Riese nicht immun gegen das konjunkturelle Umfeld. Verzichten Konsumenten eher auf den Restaurantbesuch, trifft das auch

McDonald’s. Mit seinen im Vergleich oft günstigeren Angeboten könnte der Konzern aber Kunden anziehen, die zumindest aushäusig essen möchten. Höhere Kosten bleiben ein Risiko, bei Lebensmitteln, Papier oder Energie hat sich McDonald’s teils aber abgesichert. Bliebe die Teuerung für längere Zeit hoch, sollte der Konzern dies durch Skaleneffekte beim Einkauf zumindest besser kompensieren können als andere.

Ein König im Sparangebot

Auch durch entsprechende Unsicherheit notiert das Papier nahe dem Jahrestief. Mit Blick voraus verweisen Analysten auch auf anspruchsvolle Vergleichswerte aus dem Vorjahr. In der Vergangenheit waren solche Schwächephasen eine Gelegenheit, hungrig zu sein: Gegenüber Entwicklungen wie neuen Gesundheitstrends erweist sich das Geschäft seit Langem als resilient. Die Gewinnbeteiligung für die Aktionäre wird seit der ersten Ausschüttung 1976 ununterbrochen erhöht, der begehrte Status als Dividendenkönig steht bevor.

Fazit

Starke Marke, globale Präsenz und Franchising ermöglichen beständiges Wachstum und Skalenvorteile. Hinzu kommt der große Immobilienbestand. Zurückhaltung bei Konsumenten sollte der Konzern besser begegnen können als Konkurrenten. Die steigenden Dividenden schmecken. 

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