Auf der Entwicklerkonferenz Build präsentiert Microsoft am 2. und 3. Juni zahlreiche Neuheiten und verringert zudem die Abhängigkeit von OpenAI. Neben neuen KI-Modellen und Agenten stellte das Unternehmen sogar einen skalierbaren Quantencomputer bis 2029 in Aussicht. Was ist dran am KI-Traum aus Redmond?
Die Microsoft Build findet derzeit in San Francisco statt. Die Konferenz richtet sich vor allem an Entwickler, die ihre Systeme im Windows-Ökosystem entwickeln. Sieben neue KI-Modelle, ein neuer Quantenchip, Microsoft Scout und das Surface RTX Spark sind nur einige Soft- und Hardware-Produkte, die Microsoft präsentiert. Gleichzeitig signalisiert der Konzern dadurch eine geringere Abhängigkeit von OpenAI.
Die KI-Revolution von Microsoft?
Zu den neuen KI-Modellen zählen etwa MAI-Thinking-1, MAI-Code-1-Flash, MAI-Image-2.5, MAI-Transcribe-1.5 und MAI-Voice-2. Die jeweiligen Zusätze verraten bereits, in welchen Bereichen die Stärken liegen. So soll MAI-Image-2.5 beispielsweise das aktuell beliebte Bild-Tool Nano Banana Pro ersetzen, während MAI-Code-1 beim Programmieren Github unterstützen soll. Hier sticht MAI-Thinking-1 allerdings etwas heraus, da es das erste Reasoning-Modell des Unternehmens ist. Dabei handelt es sich um eine KI, die komplexe Aufgaben durch schrittweise logisches Denken löst.
"Sie [Die Modelle; Anm. d. Red.] teilen dieselbe Datendisziplin, dieselbe Infrastruktur und denselben Bewertungsrahmen. Sie sind dafür ausgelegt, zusammenzuarbeiten und sich direkt in die Produkte zu integrieren, die Menschen jeden Tag nutzen.", sagte Microsoft-KI-CEO Mustafa Suleyman während der Konferenz.
Microsoft Scout ist der erste in einer Reihe persönlicher KI-Agenten. Die sogenannten Autopilots arbeiten innerhalb festgelegter Richtlinien und sollen so den Workload am Laufen halten. Scout ist in die Microsoft-365-App-Suite integriert und basiert auf der Open-Source-Technologie OpenClaw. Aktuell ist der Agent allerdings nur für eine ausgewählte Gruppe verfügbar.
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KI-Hardware ebenfalls im Fokus
Etwas handfester ist jedoch die Vorstellung des neuen Quantenchips Majorana 2. Das Unternehmen behauptet, dass die Qubits, also die grundlegende Recheneinheit bei Quantencomputern, über 1.000-mal zuverlässiger seien, als noch bei den Vorgängermodellen. Mit der Aussicht, den ersten skalierbaren Quantencomputer bis 2029 zu entwickeln, verkürzt Microsoft seinen bisherigen Zeitplan deutlich.
Beim Surface RTX Spark handelt es sich hingegen um eine Developer-Box für dauerhafte Workloads. Diese soll verschiedene KI-Arbeiten erledigen, ohne eine Last von 100 Watt zu überschreiten. Im Inneren findet sich eine Nvidia RTX Spark mit bis zu einem an Petaflop KI-Rechenleistung und 128 GByte an Unified RAM. Ob ein solches Gerät jedoch in der Massenproduktion tauglich ist, bleibt abzuwarten.
Microsoft könnte einen wichtigen Schritt in die Zukunft machen. Vor allem die neuen KI-Modelle und Scout sind eine Bereicherung für Entwickler, die sich durch die Unterstützung auf andere Aufgaben konzentrieren können. Zur Unterstützung ist auch das neue Web IQ relevant. Dabei handelt es sich um eine Suchmaschine speziell für KI, in der Agenten und Modelle gezielt nach Informationen suchen und diese aufbereiten können. Trotz der Zukunftsaussichten verlor die Aktie von Microsoft zur Schlussglocke an der Wall Street 4,17 Prozent und notiert nun nachbörslich sogar noch schwächer bei 437,71 US-Dollar (Stand: 03. Juni 2026, 10:48 Uhr). Entscheidend sind nun mehrere Aspekte. Einerseits steht das IPO von Anthropic bevor, das ebenfalls Einfluss auf den KI-Sektor nimmt. Andererseits muss Microsoft nun mit Ergebnissen überzeugen, statt Fantasien in Marketingsprache zu kreieren.
Kursziel überschritten
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FAQ
Was hat Microsoft auf der Build vorgestellt?
Microsoft stellte unter anderem neue KI-Modelle, den KI-Agenten Scout und den Quantenchip Majorana 2 vor.
Wie abhängig ist Microsoft noch von OpenAI?
Microsoft reduziert seine Abhängigkeit von OpenAI zunehmend durch eigene Modelle und Agenten.
Wann will Microsoft einen skalierbaren Quantencomputer haben?
Microsoft stellt einen ersten skalierbaren Quantencomputer bis 2029 in Aussicht.
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