Angesichts der steigenden Energiepreise sorgen sich immer mehr Experten darum, dass es zu einer neuen Phase der Hochinflation an den Märkten kommen könnte. Das bedeutet es für die Performance der Börsen.

Angesichts der stark gestiegenen Öl-Preise fürchten sich viele Marktbeobachter vor einem Szenario ähnlich dem Jahr 2022, als die Inflation in allen Bereichen durch die Decke ging. Tatsächlich hat die BNP Paribas nun ihren Inflationsausblick angehoben, was keine guten Aussichten für die Aktienmärkte bedeutet.

Kommt jetzt eine neue Ära der Inflation?

So schrieben die Experten, dass die Inflation in den USA im Jahr 2026 nicht mehr die Marke von 3 Prozent unterschreiten und sich im vierten Quartal bei ca. 3,3 Prozent befinden dürfte.

Neben den hohen Öl- und Energiepreisen sieht die Bank als Auslöser die veränderte Preissetzungsmacht der Unternehmen und die Weitergabe von zollbedingten Mehrkosten.

Sollten sich diese Aussichten bewahrheiten, dann bedeutet das für die Aktienmärkte vermutlich nichts Positives.

Das bedeutet mehr Inflation für die Aktienmärkte

Denn ein Blick auf die historischen Renditen des Aktienmarktes zeigt: Kurzfristig reagierten Indizes wie der S&P 500 mit Verlusten auf eine Phase der höheren Inflation.

Inflation vs S&P500
A Wealth of Common Sense
Inflation vs S&P500

Dennoch ist eine Phase der höheren Inflation für Anleger kein Grund zur Panik. Während eine starke Teuerung kurzfristig zu Verwerfungen an den Aktienmärkten führen kann, insbesondere dann, wenn die Notenbanken Zinsen anheben, so waren produktive Investments doch immer langfristig der beste Inflationsschutz.

Wie in der oberen Grafik zu sehen, konnten selbst Phasen der Hochinflation durch die Aktienmärkte kompensiert werden. Dementsprechend bietet es sich für Anleger nicht an, in dieser Situation auszusteigen.

Übrigens: Wer sich in der aktuellen Phase der Unsicherheit an den Börsen solider aufstellen will, der sollte einen Blick auf den BÖRSE ONLINE Stabile Werte Index werfen.

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Häufig gestellte Fragen

Warum korrigiert die BNP Paribas ihren Inflationsausblick für das Jahr 2026 nach oben?

Die Experten der BNP Paribas gehen davon aus, dass die Inflation in den USA im Jahr 2026 die Marke von 3 Prozent nicht mehr unterschreiten und im vierten Quartal bei etwa 3,3 Prozent liegen wird. Als Hauptursachen nennen die Analysten die massiv gestiegenen Öl- und Energiepreise, eine veränderte Preissetzungsmacht der Unternehmen sowie die systematische Weitergabe von zollbedingten Mehrkosten an die Verbraucher.

Wie reagieren Aktienindizes historisch auf Phasen hoher Inflation?

Historische Daten zeigen, dass Aktienmärkte kurzfristig oft mit Kursverlusten auf eine ansteigende Teuerungsrate reagieren, insbesondere wenn Notenbanken mit Zinserhöhungen gegensteuern.

Bieten Aktien trotz kurzfristiger Volatilität einen wirksamen Schutz vor Inflation?

Ja, langfristig gelten produktive Investments in Sachwerte wie Aktien als einer der besten Schutzmechanismen gegen Geldentwertung. Da Unternehmen in der Lage sind, steigende Kosten über höhere Preise an Kunden weiterzugeben, konnten die Aktienmärkte in der Vergangenheit selbst Phasen der Hochinflation kompensieren.

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