Ein kurzer Schreckmoment und schon war alles vorbei: Rheinmetall hat am vergangenen Abend einige Eckdaten der Quartalszahlen veröffentlicht. Die hohen Erwartungen konnten nicht erfüllt werden. Der Kurs reagiert mit einer Achterbahnfahrt.

Am Dienstagmorgen mussten Rheinmetall-Anleger stark sein. Der Düsseldorfer Konzern hatte am Vorabend seine ernüchternden Eckdaten preisgegeben und verspielte damit die Kurserholung zum Wochenauftakt. Allerdings handelt es sich nicht um einen echten Negativtrend. Im Gegenteil: Analysten sehen dies sogar als Chance.

Rheinmetall fält hinter Erwartungen zurück - Ziele bleiben

Nach einem sehr erfolgreichen ersten Quartal im Jahr 2025 wollte Rheinmetall auch im Jahr 2026 daran anknüpfen. Mit sehr ambitionierten Zielen konnten die Düsseldorfer ihren Umsatz von Januar bis März um 7,7 Prozent auf 1,94 Milliarden erhöhen. Analysten hatten allerdings mit 2,3 Milliarden Euro gerechnet. Auch der operative Gewinn lag mit 224 Millionen Euro zwar rund 33 Prozent über dem Vorjahr, allerdings noch immer 38 Millionen Euro hinter dem errechneten Ziel. Aufgrund dieser enttäuschenden Eckdaten sank die Aktie und war vorbörslich der aktivste Wert auf der Handelsplattform Tradegate.

Entscheidend ist, dass der Konzern zwar etwas enttäuschte, die Problematik jedoch schnell in den Griff bekommen sollte. Dementsprechend bleiben auch die Ziele. Ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent und eine operative Marge von 19,5 Prozent stehen auf der Wunschliste von Rheinmetall. Das schwache erste Quartal soll laut Experten durch ein starkes zweites Quartal ausgeglichen werden.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Anleger bleiben ruhig

Anleger setzen auf genau dieses Szenario. Während das Unternehmen im vergangenen Jahr noch in umgekehrter Reihenfolge die erste Jahreshälfte beschritt, bleiben die Aktionäre ruhig und so konnte sich der Kurs innerhalb weniger Stunden erholen. Auch die Schweizer Großbank UBS hat die Rheinmetall-Aktie nach Zahlen auf Buy bei einem Kursziel von 2.200 Euro belassen. Es könnte sich hier gar um einen Kurstreiber handeln, vermutet zumindest UBS-Analyst Sven Weier. Obwohl die Eckdaten enttäuschen, hat dies Rheinmetall also keinen Schaden verursacht und könnte sogar auf ein noch stärkeres zweites Quartal für die Düsseldorfer hoffen lassen.

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