Während die Kurse an den Börsen gerade deutlich zurückgegangen sind, greifen antizyklische Investoren bei diesen Aktien zu, die kaum jemand auf dem Schirm hat.
Aktuell stehen die Kurse weltweit unter Druck und insbesondere Schwellenländer haben zuletzt gelitten. Doch in dieser angespannten Situation scheinen Vermögensverwalter ihre Positionen antizyklisch auszubauen.
Antizyklische Investoren greifen bei diesen Aktien zu
So zeigen aktuelle Berichte, dass Firmen wie TT International und AllianceBernstein bei Aktien, Anleihen und Währungen zugreifen. Wie Bloomberg berichtet, könnte hinter diesen Transaktionen vor allem die Hoffnung stecken, dass die Zentralbanken der jeweiligen Länder bei stärker fallenden Kursen die Zinsen weiter senken, was mögliche Gewinne bedeuten könnte.
Aktuell gestaltet sich die Lage allerdings angespannt. Besonders Schwellenländer aus dem asiatischen Raum werden von den hohen Ölpreisen belastet und die Angst vor einer neuen Inflationswelle ist groß. Entsprechend erwarten viele Marktbeobachter eher Zinserhöhungen, sollte es zu exorbitanten Teuerungen kommen.
Vor letzterer Entwicklung warnte kürzlich auch MFS Investment Management. Das Analystenhaus sieht aber dennoch Chancen in den Emerging Markets, vor allem dann, wenn US-Anleger damit beginnen sollten, ihre Anlagen über ihr Heimatland hinaus zu diversifizieren.
So können Anleger profitieren
In den Emerging Markets könnten sich also trotz der Performance jetzt Chancen bieten. Für Anleger, die hier investieren möchten, könnte sich jetzt ein Blick auf die folgenden ETFs lohnen:
iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF (ISIN: IE00BKM4GZ66)
Xtrackers MSCI Emerging Markets UCITS ETF (ISIN: IE00BTJRMP35)
iShares MSCI EM UCITS ETF USD (ISIN: IE00B0M63177)
Übrigens: Sichere Werte in unsicheren Zeiten finden Anleger im BÖRSE ONLINE Stabile Werte Index
Häufig gestellte Fragen
Warum investieren Vermögensverwalter aktuell antizyklisch in Schwellenländer?
Große Investmenthäuser wie TT International und AllianceBernstein nutzen die jüngsten Kursrückgänge in den Emerging Markets, um Positionen in Aktien, Anleihen und Währungen auszubauen. Die Strategie basiert auf der Erwartung, dass lokale Zentralbanken bei anhaltender Marktschwäche die Zinsen senken könnten, was die Bewertungen stützen würde. Zudem spekulieren Anleger auf eine verstärkte Diversifikation von US-Investoren, die Kapital aus ihrem Heimatmarkt zunehmend in unterbewertete Regionen umschichten könnten.
Welche Risiken belasten die Emerging Markets im ersten Quartal 2026 besonders?
Besonders asiatische Schwellenländer leiden derzeit unter den hohen Ölpreisen, die eine neue Inflationswelle auslösen könnten. Analysten von MFS Investment Management warnen davor, dass bei einer anhaltend hohen Teuerungsrate die Zentralbanken eher zu Zinserhöhungen gezwungen sein könnten, anstatt die von vielen Anlegern erhofften Zinssenkungen durchzuführen. Diese Unsicherheit sorgt für eine erhöhte Volatilität bei Währungen und Staatsanleihen der betroffenen Regionen.
Mit welchen ETFs können Anleger breit gestreut in Schwellenländer investieren?
Für eine kosteneffiziente Abdeckung der Emerging Markets bieten sich physisch replizierende ETFs an, wie der iShares Core MSCI EM IMI (der auch kleinere Unternehmen einschließt) oder der Xtrackers MSCI Emerging Markets. Diese Produkte ermöglichen es Anlegern, mit einer einzigen Transaktion an der Wertentwicklung von tausenden Unternehmen aus Ländern wie China, Indien, Brasilien und Taiwan zu partizipieren und so das Einzelaktienrisiko in diesen volatilen Märkten zu minimieren.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
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