Wirecard-Aktie: Chef Braun weist Vorwürfe zurück
· Börse Online Redaktion
"Weder die interne Untersuchung durch die Compliance-Abteilung von Wirecard noch die unabhängige Untersuchung durch die Singapurer Compliance-Kanzlei Rajah & Tann hat bislang zu einer Feststellung von strafbarem Fehlverhalten von Managern oder Mitarbeitern von Wirecard geführt", sagte Wirecard-Chef Markus Braun. Aus den Vorgängen seien auch keine negativen Folgen für die Rechnungslegung zu erwarten.
Ein Abschlussbericht der Untersuchung soll in Kürze vorgelegt werden. "Wir rechnen nicht damit, dass jetzt erneut Vorwürfe gegen uns erhoben werden." Hinter den Vorwürfen stecke eine Auseinandersetzung zwischen Mitarbeitern in Singapur, auf die die Compliance-Abteilung selbständig aufmerksam geworden sei.
Im April 2018 habe ein Mitarbeiter gegenüber der Compliance Abteilung einen anderen beschuldigt, gegen Bilanzierungsregeln zu verstoßen. Auf Nachfrage erklärte Braun, es sei der einzige derartige Fall innerhalb der letzten Jahre gewesen. Das Compliance-Team arbeite selbständig und müsse nicht direkt von der Verwaltung beauftragt werden.
Im übrigen sehe er die Aufgabe des Vorstands darin, dass Unternehmen operativ zu führen, nicht aber, sich in vertieft in juristische Angelegenheiten einzuarbeiten. Braun schloss aus, dass der niedrige Aktienkurs genutzt wird, um ein Aktienrückkaufprogramm zu starten.
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