Wirecard-Aktie: Vorwürfe von SIRF laut BaFin keine Leerverkaufs-Attacke
· Börse Online Redaktion
Der Vorwurf sei aber nicht neu gewesen, schrieb die BaFin den Münchner Staatsanwälten. Bereits 2016 hatte das Analysehaus Zatarra Research diesen und andere Betrugs- und Geldwäsche-Vorwürfe gegen Wirecard erhoben. Die Ermittlungen gegen die Firma liefen noch, sagte die Sprecherin. Zatarra steht im Verdacht, von dem eigenen kritischen Bericht durch Wetten auf fallende Wirecard-Kurse profitiert zu haben. Wirecard war schon öfter Zielscheibe solcher Attacken. Trotzdem hat sich der Kurs der Wirecard-Aktie im vergangenen Jahr fast verdreifacht, das Unternehmen ist an der Börse mehr als 18 Milliarden Euro wert.
Dass der Bericht für den Markt keine neuen Informationen enthalten habe, zeige sich schon am eher geringen Kursverlust, erklärte die BaFin. Zudem sei nicht feststellbar gewesen, dass der Autor des Berichts selbst mit Wirecard-Aktien gehandelt oder mit Leerverkäufern in Verbindung gestanden habe.
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