Der MSCI World zählt zu den wichtigsten Aktienindizes der Welt. Zudem lieferte der bei ETF-Anlegern äußerst beliebte Weltindex in den vergangenen zwölf Monaten eine Rendite von rund 24 Prozent vor Steuern. Doch einige digitale Vermögensverwalter erreichten sogar deutlich mehr.
Der MSCI World bildet die Kursentwicklung von 1.300 großen und mittelständischen Unternehmen aus 23 Industrieländern ab. Allerdings fehlen dem Weltindex Werte aus Schwellenländern. Genau diese finden Anleger jedoch häufig in den Anlagestrategien eines Robo-Advisors.
Diese digitalen Vermögensverwalter überholen den MSCI World
Digitale Vermögensverwalter sind für einige Anleger eine passende Ergänzung zum eigenen Portfolio. Sie bieten die Möglichkeit, Geld ohne großen Zeitaufwand zu investieren, und erzielen mit ihren meist auf Algorhythmen basierenden Anlagestratgeien oft ansehnliche Renditen. Dabei bestimmen Anleger zu Anfang selbst, welche Risikogewichtung sie bevorzugen. Wählen sie dabei die Variante mit dem höchsten Risiko, können die Erträge in einigen Varianten die Performance des MSCI World klar in den Schatten stellen - allerdings um den Preis einer höheren Schwankungsbreite. Die folgenden drei Robo-Advisor sind besonders spannend:
• Growney*: grow100 - 29,29 Prozent
• Bevestor*: Select90 - 24,39 Prozent
• Quirion*: 90/10 - 29,77 Prozent
Im Robo-Advisor-Vergleich von BÖRSE ONLINE belegen aktuell Growney, Bevestor und Quirion die ersten drei Plätze. Alle drei bieten Strategien, die einen deutlich höheren Aktienanteil nutzen. Und sie alle erzielten damit in den vergangenen zwölf Monaten eine höhere oder vergleichbare Nettorendite als der MSCI World. Der Grund liegt in der Aktiengewichtung.
Schwellenland-Aktien machen den Unterschied
Aktien aus Schwellenländern weisen häufig stärkere Kursschwankungen auf als Blue Chips. Wechselkurse, Politik, geopolitische Spannungen und Rohstoffpreise spielen bei diesen Werten oft eine noch eine größere Rolle als ohnehin am Aktienmarkt. Entsprechend sind solche Aktien als Wachstumswerte im Portfolio zwar interessant, sorgen unter Umständen jedoch auch für Verluste.
Mit einer gesunden Gewichtung und einer breiten Streuung können Schwellenland-Aktien jedoch zu einem wichtigen Renditetreiber im Depot werden. Das gilt insbesondere für Robo-Advisor. Dort bestimmen Anleger die Strategie mit. Im Falle einer offensive Variante besteht das Portfolio zwar zu großen Teilen aus Werten aus Industrieländern; ihnen werden jedoch gezielt etwas riskantere Werte aus Schwellenländern beigemischt.
Was bedeutet das für Anleger?
Der obige Vergleich bezieht sich auf die Nettorendite der vergangenen zwölf Monate. Das bedeutet, dass die anfallenden Gebühren für die digitalen Vermögensverwalter noch nicht berücksichtigt sind. Diese schmälern den Ertrag - teilweise deutlich. Deshalb kann ein ETF auf den MSCI World häufig etwas mehr abwerfen.
Allerdings zeigt die Entwicklung auch, dass Schwellenländer-Aktien beziehungsweise -ETFs ein größeres Gewinnpotenzial bergen. Neben stabilen Titeln können diese Werte also durchaus für eine kleinen Renditekick im Depot sorgen. Wer konservativere Strategien bevorzugt und nicht direkt in Emerging Markets investieren möchte, kann im Robo-Advisor-Vergleich von BÖRSE ONLINE auf dafür den passenden digitalen Assistenten finden.
Jetzt zum Robo-Advisor-Vergleich
Häufig gestellte Fragen
Warum können digitale Vermögensverwalter mehr Rendite bringen als der MSCI World?
Ein Robo-Advisor setzt oft auf breitere Portfolios mit Anteilen aus Schwellenländern und höheren Aktienquoten. Das kann in starken Marktphasen zu höheren Renditen führen als ein ETF auf einen reinen Weltindex wie den MSCI World.
Ist ein Robo-Advisor für Einsteiger sinnvoll?
Er kann für Anleger sinnvoll sein, die sich noch nicht so gut an der Börse auskennen und eine automatische Geldanlage ohne viel Zeitaufwand suchen. Wichtig ist jedoch, die Kosten für die digitale Vermögensverwaltung, die angebotenen Risikoklassen und die Anlagestrategien genau zu vergleichen.
Lohnt sich ein Robo-Advisor trotz der Gebühren?
Das hängt von der Strategie und der Marktlage ab. In normalen Börsenphasen dürften die Renditen die eher geringen Gebühren deutlich übertreffen. Sinkt der Markt, kassiert der Robo Advisor allerdings trotzdem seine Gebühr. Daher sollte Sie die laufenden Kosten immer in ihre Entscheidung miteinbeziehen.
*Hinweis: In diesem Vergleich kommen teilweise sogenannte Affiliate-Links zum Einsatz. Um Ihnen unsere Informationen kostenlos anbieten zu können, erhalten wir in einigen Fällen Vergütungen, wenn Sie auf Links klicken, die mit einem Sternchen (*) markiert sind. Diese Affiliate-Links und die damit verbundenen Vergütungen haben keinen Einfluss auf unsere Inhalte. Unser oberstes Ziel ist es, Ihnen objektive Inhalte zu bieten und Sie unabhängig zu informieren. Rechtliche Hinweise: Dieser Vergleich stellt keine vollständige Marktübersicht dar (§ 18 Abs. 6 ZKG). Alle Angaben sind ohne Gewähr, Änderungen und Irrtümer vorbehalten.