Gold, DAX und Nasdaq haben turbulente Tage hinter sich. Hält der Abschwung an, sollten wichtige Unterstützungen im Blick behalten.
Der von den USA und Israel entfachte Irankrieg hat an den Märkten für große Turbulenzen gesorgt. Gold profitiert grundsätzlich von geopolitischen Eskalationen, für DAX und Nasdaq sind sie aber klare Belastungsfaktoren. Ein Blick auf die nun für Anleger wichtigen Chartmarken.
Das ist beim Goldpreis wichtig
Beim Goldpreis gibt es eine etwas überraschende Entwicklung: Eigentlich gilt Gold als sicherer Hafen und ist beim Aufkommen von Krisen stark gefragt. Obschon der Irankrieg mit den Gegenschlägen des Irans auf das Territorium bislang unbeteiligter Staaten wie Dubai an Schärfe gewonnen hat, hat Gold nur zu Beginn des Konflikts von der Eskalation profitiert. Das muss Anleger hellhörig machen!
Zudem hat sich das Chartbild bei dem Edelmetall deutlich eingetrübt: Am 29. Januar 2026 konnte Gold noch ein neues Allzeithoch bei 5.599 US-Dollar je Feinunze realisieren. Anschliessend ging es in nur zwei Tagen in den Crashmodus über mit einem Abfall auf kurzzeitig nur noch 4.402 US-Dollar. Danach folgte ein neuerlicher Anstieg auf 5.419 US-Dollar je Unze. Am Dienstag war der Gold-Kurs dann wieder im Rückwärtsgang (aktuell beträgt der Preis pro Unze rund 5.160 US-Dollar). Und genau hier liegt das Problem:
Das Zwischenhoch bei 5.419 US-Dollar je Feinunze liegt – obschon die Geopolitik eigentlich das Fundament für ein neues Allzeithoch bereit hat – tiefer als das vorherige Hoch (blauer Pfeil in der nachfolgenden Darstellung). Dies ist ein typisches Warnzeichen für einen Trendwechsel, also eine Beendigung des Aufwärtstrends.
Wichtig ist nun, dass der Goldkurs kein neues Tief unterhalb des letzten Zwischentiefs bei 4.402 US-Dollar bildet und dass die 50-Tage-Linie, die aktuell bei rund 4.850 US-Dollar steht, hält.
Darauf kommt es nun bei DAX und NASDAQ 100 an
Der DAX hat am 13. Januar 2026 sein bisheriges Allzeithoch bei 25.507 Punkten markiert. Daraufhin folgte – wie beim Gold – ein Rückgang auf bis zu 24.272 Punkte am 5. Februar 2026, mit anschliessendem Erholungsversuch. Nur: Auch der DAX konnte nicht mehr zu seinem Allzeithoch aufschliessen, was – wie beim Goldpreis erläutert – kein gutes Zeichen ist. Allerdings erfährt der DAX, anders als der Goldpreis, grundsätzlich bei geopolitischen Krisen keinen Rückhalt. Sie stellen vielmehr eine Belastung für ihn dar. Das erklärt auch, warum in den vergangenen beiden Tagen der DAX jeweils unter seinem vorherigen Schlusskurs eröffnete und weiter gefallen ist. Dadurch entstanden sogenannte Kurslücken, also Bereiche, in denen der DAX quasi über Nacht durchgerutscht ist, ohne dass ein Handel stattgefunden hat. Das ist ein weiteres Warnsignal . Zumal der DAX dabei auch gleich die 50-, 100- und 200-Tage-Linien unterschritten und damit wichtige Unterstützungen verloren hat. Nun sollte zumindest die 50-Wochen-Linie bei 23.590 Punkten sowie die Marke von 23.000 Punkte halten.
Beim Nasdaq 100 sehen wir vom Muster her ein praktisch identisches Bild. Hier kommt es jetzt darauf an, dass der Index die 200-Tage-Linie bei derzeit 24.075 Punkten, bzw. die 50-Wochen-Linie bei 23.690 Punkten nicht unterschreitet. Beachtenswert ist dabei, dass just im Bereich der 200-Tage-Linie auch eine wichtige charttechnische Unterstützung liegt. Anleger sollten somit deshalbn streng darauf achten, ob dem Nasdaq 100 die Verteidigung der 24.000 Punkte gelingt.
Häufig gestellte Fragen zu Gold, DAX und Nasdaq
Wie kann ich Gold kaufen?
Sie können Gold entweder physisch oder als Fonds/Zertifikat erwerben. Beim Erwerb von Fondsanteilen und Zertifikaten ist aber darauf zu achten, dass der entsprechende Goldbestand auch physisch vom Emittenten hinterlegt wird - das ist nicht automatisch gegeben.
Welcher Index ist in der Regel volatiler: der Nasdaq 100 oder der DAX?
Schwankungsanfälliger ist üblicherweise der Nasdaq. Das bringt Anleger langfristig höhere Renditen in guten Börsenphasen, aber auch mehr Risiken bei Korrekturen.
Wie kann ein Anleger in den Nasdaq 100 oder den DAX inverstieren?
Dafür stehen dem Anleger ETFs und Zertifikate zur Verfügung. Alternativ kann man auch die Einzelaktien des jeweiligen Index mit entsprechender Gewichtung selbst kaufen und managen.
Anleger, die nicht auf Einzelaktien setzen wollen, werden vermutlich mit dem «Aktien für die Ewigkeit Index» glücklicher.
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