Die Börsenbriefe TSI Premium und TSI USA von Tim Temp und Steffen Härtlein jagen trotz Marktturbulenzen von Allzeithoch zu Allzeithoch. Dahinter steckt ein ausgeklügelter Algorithmus
Künstliche Intelligenz, Energie und geopolitische Unsicherheiten sorgen weiter für Bewegung an den Märkten. Im Interview erklären die Autoren Tim Temp und Steffen Härtlein, warum ihr regelbasiertes TSI-System konsequent auf Trendstärke setzt, wie sie Risiko und Emotionen aus dem Prozess nehmen — und welche Bereiche sie aktuell für besonders chancenreich halten.
BÖRSE ONLINE: Steffen, Tim, erhöhte Volatilität prägt gerade die Finanzmärkte. Welche Themen treiben aktuell die Märkte – und wo seht ihr die größten Chancen?
Steffen Härtlein: Besonders wichtig sind die „Enabler“ der Megatrends: KI-Infrastruktur und Energie. KI sorgt für hohe Nachfrage nach Hardware wie Chips, gleichzeitig steigt der Strombedarf massiv. Deshalb sind Energie-Aktien aktuell ein zentraler Baustein.
Eure Musterdepots laufen trotz Unsicherheiten stark (TSI USA plus 40 Prozent, TSI Premium plus 42 Prozent seit Jahresbeginn). Was ist euer Erfolgsrezept?
Tim Temp: Wir fokussieren uns auf wenige, empirisch belegte Faktoren. Daraus ist die TSI-Formel entstanden. Über die Jahre haben wir das System um Risiko- und Positionsmanagement erweitert, um eine robuste, ganzheitliche Strategie zu haben.
Welche Rolle spielt der Faktor Mensch?
Tim Temp: Menschliche Emotionen führen oft zu Fehlentscheidungen. Unser Ansatz ist darauf ausgelegt, den „Mensch-Faktor“ zu reduzieren. Entscheidend ist, dass alle Bausteine des Systems sauber ineinandergreifen - dann ist Outperformance auch langfristig möglich.
Was unterscheidet das TSI-System von klassischen Strategien?
Steffen Härtlein: Viele Strategien basieren auf Bauchgefühl oder Meinungen. TSI ist mechanisch und regelbasiert: Wir folgen Trends und Daten statt Hoffnungen und suchen nicht „den nächsten Hype“, sondern handeln systematisch, was der Markt hergibt.
Welche Regeln oder Signale sind für euch im TSI-System am wichtigsten – und woran erkennt ihr, wann ihr aus einer Position konsequent aussteigen müsst?
Tim Temp: Entscheidend sind bei uns klare Trend- und Risikosignale. Wir verkaufen nicht „aus dem Bauch heraus“, sondern wenn die klaren Regeln anzeigen, dass der Trend beziehungsweise das Momentum gerade bricht. So schützen wir das Depot in schwächeren Phasen und halten gleichzeitig Positionen so lange, wie die Trendstärke intakt ist. Wichtig ist: Konsequenz schlägt Aktionismus — gerade, wenn es an den Märkten hektisch wird.
Funktioniert das auch in schwierigen Marktphasen?
Steffen Härtlein: TSI spielt seine Stärken besonders in klaren Trendphasen aus und kann dann deutlich besser sein als der breite Markt. In Seitwärts- oder Abwärtsphasen haben es Momentum-Strategien herausfordernder - deshalb optimieren wir, um nicht die Chancen in der nächsten starken Aufwärtsphase zu verpassen.
Was ist die beste Strategie für die kommenden Monate?
Tim Temp: Die eine perfekte Strategie gibt es nicht, weil Anlegerziele und Märkte sich unterscheiden. Wichtig ist vor allem: Risiken kontrollieren, grobe Fehler vermeiden und einer klaren Strategie treu bleiben.
Mit dem TSI‑System den Markt schlagen
TSI Premium und TSI USA setzen konsequent auf Trendstärke. Die Musterdepots lassen sich einfach nachbilden – ideal für Anleger, die einen regelbasierten Handelsansatz bevorzugen und auf überdurchschnittliche Rendite setzen wollen.