Acatis-Chef Hendrik Leber warnt vor einer langfristigen Blockade der Straße von Hormus – mit Folgen für Ölpreise, Knappheit und geopolitische Risiken. Im Interview erklärt er außerdem, wer vom KI-Boom profitiert, warum er Big Tech teils kritisch sieht und wie er China und Bitcoin einschätzt.

Acatis-Chef Hendrik Leber blickt im Gespräch mit dem Youtube-Kanal Smartes Geld vor allem auf den Nahen Osten. „Die Blockade der Straße von Hormus wird noch lange andauern.“ Damit bleibt ein Nadelöhr der globalen Energieversorgung unter Druck: Rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels passiert diese Route. Für Leber ist klar: Die Folgen sind Knappheit und Preisdruck. „Die Iran-Krise schafft Engpässe – und die werden gnadenlos ausgenutzt.“

Zwar erwartet er keinen klaren Sieger. „Die Auseinandersetzung USA vs. Iran endet remis.“ Doch die Welt werde dauerhaft fragiler. „Die Welt wird sich dauerhaft in einem schlechteren Zustand befinden.“ Rohstoffe bleiben knapp, geopolitische Risiken hoch.

An den Märkten zeigen sich neue Gewinner. Speicherchip-Hersteller wie Micron und SK Hynix profitieren stark vom KI-Boom. Klassische Tech-Konzerne sieht Leber kritischer: Microsoft habe Probleme bei der KI-Integration, Apple spiele in diesem Feld kaum eine Rolle.

Auch beim Blick nach China bleibt er differenziert: technologisch überlegen, aber mit massiven internen Spannungen. Kryptowährungen bewertet er skeptisch: „Bitcoin-Mining ist unattraktiv geworden.“

Warum Leber die Politik in Washington kritisch sieht, welche Rolle China künftig spielt und was das für Anleger bedeutet – das komplette Interview sehen Sie auf YouTube im Kanal Smartes Geld.

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