Der Kurs des Bitcoins steht aktuell massiv unter Druck und viele Experten befürchten, dass es noch weiter nach unten geht. Das sorgt für den perfekten Sturm bei der Mutter aller Kryptowährungen und das könnte den Kurs noch weiter belasten.

Der Kurs des Bitcoin ist zuletzt auf 62.000 US-Dollar und damit die 200-Wochen-Linie abgesackt (mehr dazu hier). 5 Faktoren sorgen dabei für den perfekten Sturm bei der Kryptowährung und könnten den Kurs noch weiter belasten.

Grund 1: Strategy verkauft

So hat die Bitcoin-Holding Strategy unter der Leitung von Michael Saylor erstmals seit 2023 Anteile an der Mutter aller Kryptowährungen verkauft, auch wenn der Chairman immer wieder betont hatte, man wolle die Bestände auf ewig halten.

Konkret liquidierte Strategy 32 BTC zu 77.135 US-Dollar. Ein kleiner Wert, der laut Saylor nur dafür da sei, den Markt für die Zukunft vorzubereiten und deutlich zu machen, dass man beispielsweise zur Zahlung einer Dividende auch Bitcoin verkaufen würde.

Für Anleger im Krypto-Bereich ist das aber ein Warnsignal, denn Strategy hält 4 Prozent aller ausstehenden Bitcoin. Infolge der Nachricht gab das Asset daher um 2 Prozent nach, die Aktie der Holding dagegen um 9 Prozent.

Grund 2: Investoren ziehen massiv Kapital ab

Zudem ziehen Investoren bei Krypto-Anlageprodukten aktuell immer mehr Geld ab. In der vergangenen Woche flossen 1,67 Milliarden US-Dollar, wie Daten von CoinShares zeigen. Dies ist der zweitgrößte wöchentliche Abfluss im Jahr 2026. Allein 1,44 Milliarden US-Dollar mussten BTC-ETPs abgeben.

James Butterfill, Forschungsleiter bei CoinShares, sagte: „Das Muster erinnert an die Phase im Januar und Februar, die fünf aufeinanderfolgende negative Wochen mit sich brachte.“

Grund 3: Investoren sehen bessere Anlagechancen

Aber Investoren ziehen Geld nicht ohne Grund ab. Tatsächlich sehen sie bessere Anlagechancen - konkret: KI-Aktien. Bereits in der Vergangenheit gab es vergleichbare Situationen in denen Kapitalbündelungen in Aktienmärkten für eine Verringerung des Bitcoin-Kurses sorgten. Ein Beispiel für solche Phasen stellt laut den Experten die Rotation in Biotech-Aktien im Jahr 2015 dar.

Grund 4: Geopolitische Spannungen

Außerdem ein Grund für die Abflüsse sind die weiterhin hohen geopolitischen Spannungen (Iran-Krieg etc.), die Anleger dazu bringen, Gelder aus risikoreichen Assets (wie Bitcoin) in risikoärmere umzuschichten.

Grund 5: Charttechnik

Ebenfalls ein Grund für den Abverkauf stellt die Charttechnik dar. Bitcoin hat Mitte Mai seine Erholungsbewegung an der 200-Tage-Linie abgebrochen. Seitdem geht es wieder deutlich nach unten. Zuletzt ging die Marke von 70.000 US-Dollar verloren und nun wird die 200-Wochen-Linie bei 62.000 US-Dollar angetestet.

Fazit: Viele Gründe für fallende Kurse

Der Bitcoin steht also unter Druck und es gibt scheinbar einen perfekten Sturm für die Kryptowährung, der für weiter fallende Kurse sorgen könnte. Doch auch wenn es kurzfristig düster aussieht, sollten Anleger bedenken: 2022/2023 gab es eine ähnliche Situation, doch wer hier Mut bewiesen und gekauft hat, der kann sich bis heute über enorme Gewinne freuen. Damals lag das Bitcoin-Tief bei 15.000 US-Dollar.

Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

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Häufig gestellte Fragen

Warum ist der Verkauf von Strategy-Bitcoin ein so wichtiges Signal für den Markt?

Strategy unter Michael Saylor hatte stets betont, Bitcoin dauerhaft zu halten – der erstmalige Verkauf seit 2023 sendet daher ein starkes psychologisches Signal an den Markt. Obwohl nur 32 BTC liquidiert wurden, reagierten Anleger sensibel: Der Bitcoin-Kurs gab rund 2 Prozent nach, die Strategy-Aktie sogar 9 Prozent. Da Strategy rund 4 Prozent aller ausstehenden Bitcoin hält, gilt jede Verkaufsankündigung als potenzieller Vorbote größerer Abgaben.

Wohin fließt das Kapital, das Anleger gerade aus Bitcoin abziehen?

Investoren rotieren aktuell vor allem in KI-Aktien um, die dank starker Quartalszahlen und anhaltender Wachstumsfantasie attraktiver wirken als die volatile Kryptowährung. Vergleichbare Rotationsphasen gab es laut Experten bereits früher – etwa 2015, als Kapital in Biotech-Aktien floss und den Bitcoin-Kurs belastete. Hinzu kommen geopolitische Spannungen wie der Iran-Krieg, die Anleger generell in risikoärmere Assets treiben.

Wie tief könnte Bitcoin noch fallen und was spricht langfristig für eine Erholung?

Aus charttechnischer Sicht wird aktuell die wichtige 200-Wochen-Linie bei rund 62.000 US-Dollar getestet. Hält diese nicht, könnte weiterer Abwärtsdruck entstehen. Langfristig orientierte Anleger verweisen jedoch auf 2022/2023: Damals lag das Bitcoin-Tief bei 15.000 US-Dollar, wer in dieser Phase kaufte, konnte seitdem enorme Gewinne erzielen. Historisch betrachtet folgten auf ähnliche Druckphasen meist kräftige Erholungsbewegungen.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.