Zuletzt zeigte sich Bitcoin schwach, doch mitten im Zoll-Theater ist die Kryptowährung plötzlich stark. Welches Szenario nun doch für den Bitcoin spricht.
Bitcoin: Doch ein sicherer Hafen?
Kritiker werfen dem Bitcoin gerne vor, kein sicherer Hafen zu sein. Und gut, irgendwo haben sie auch Recht, denn der Bitcoin schwankt meistens stark. Der Begriff "sicherer Hafen" muss hier langfristiger gesehen werden. Und auch jetzt zeigt sich mitten im Börsen-Gewitter rund um die Zollstreitigkeiten, dass der Bitcoin stabil bleibt. Zumindest noch. Hatte der Bitcoin seit Jahresbeginn keine Chance gegen die US-Börsen und war fest an die Kursentwicklung der Aktienmärkte gekoppelt, so entkoppelt sich die Kryptowährung jetzt.
Denn während die US-Börsen am Donnerstag und Freitag insgesamt um rund 7 bis 9 Prozent fallen, bleibt der Bitcoin stabil. Dies hat damit zu tun, dass der Bitcoin durch die Zölle nicht verlieren wird und dass es die Hoffnung auf einen Fed-Put gibt. Dieser könnte den Bitcoin dann sogar auf ein neues Rekordhoch bringen.
Aber alles der Reihe nach:

So kann der Bitcoin gewinnen
Im Chart oben von Tradingview sehen Anleger die aktuell Lage des Bitcoin. Er befindet sich immer noch im langfristigen Aufwärtstrend (Linie von links unten nach rechts oben), kurzfristig aber in einem Abwärtstrendkanal. Zudem schneidet die schwarze 50-Tage-Linie bald die blaue 200-Tage-Linie was ein Verkaufssignal (Todeskreuz) bedeutet. Dies könnte nochmal Abwärtsdruck beim Bitcoin entfachen.
Sollte der Bitcoin allerdings plötzlich durch die unsichere Lage Auftrieb erhalten, so gibt es schnell die Fantasie eines neuen Rekordhochs. Auch wenn das jetzt unrealistisch erscheint, so könnte ein Fed-Put dafür sorgen. Einzelheiten zu einem möglichen Fed-Put lesen Sie hier: Aktien-Crash: Greifen jetzt die Notenbanken ein? Dann könnte es einen Fed-Put geben
Damit ist ein Eingreifen der Notenbanken wie etwa beim Corona-Crash gemeint. Damals waren die Börsen inklusive Bitcoin ja brutal abgestürzt, nur um dann von der US-Notenbank Fed gerettet zu werden. Die neue Liquidität und die Zinssenkungen sorgten für eine Rallye, die den Bitcoin von damals 4.000 Dollar auf 69.000 Dollar rund 18 Monate später brachte.
Allerdings bedenken Anleger, dass es dieses Mal nicht so kommen muss und dass auch der Bitcoin vor einem solchen Fed-Put nochmal abstürzen könnte.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.