Bereits seit Februar kann der Bitcoin nicht mehr überzeugen. Nach einer kurzen Erholungsphase Anfang Mai verliert die Kryptowährung am Mittwoch erneut an den Börsen. Doch Experten sehen das Problem nicht in der Schwäche des Marktes. Darauf sollten Anleger jetzt achten.

In einem Post auf X verweisen die Analysten von Binance Research auf den CBOE Dispersion Index, der vor Kurzem auf 42 Punkte stieg. Daraus folgern die Experten eine hohe Kapitalkonzentration im S&P 500, die sich jedoch nur auf wenige Unternehmen erstrecke. Die Bündelung des Kapitals sorge dafür, dass keine Liquidität für den Bitcoin übrig bleibe. Dennoch könnte dies ein gutes Vorzeichen sein.

Das Stichwort lautet Kapitalbündelung

Bereits in der Vergangenheit gab es vergleichbare Situationen in denen Kapitalbündelungen in Aktienmärkten für eine Verringerung des Bitcoin-Kurses sorgten. Historisch konnte sich die Währung dann jedoch schnell wieder erholen. Ein Beispiel für solche Phasen stellt laut den Experten die Rotation in Biotech-Aktien im Jahr 2015 dar. Dennoch ist diese kaum ein Vergleich zum aktuellen KI-Boom, der für eine deutliche Kapitalverlagerung hin zu Tech-Werten befeuert.

Anleger investieren in Titel wie Nvidia, TSMC, AMD oder Micron Technologies in der Hoffnung, ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen. Die jeweiligen Risiken blenden einige dabei allerdings aus. Gleichzeitig bedeutet das allerdings auch, dass die Analysten recht behalten: Bei einer solchen Verlagerung des Geldes, ziehen Investoren aus anderen Märkten ab. Dadurch sinken volatile Werte wie der Bitcoin deutlicher als zuvor.

Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

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Wie geht es weiter?

Doch nicht nur der KI-Boom allein sorgt für die Kapitalverlagerung. Auch die geopolitischen Spannungen sorgen für Umschichtungen in den Verteidigungssektor oder konservativere Anlagemöglichkeiten. Dementsprechend sehen die Analysten auch keinen direkten Bezug zum Kryptomarkt, der für den Wertverlust des Bitcoins sorgt, wodurch eine Erholungsphase wahrscheinlich ist.

Die digitalen Währungen bleiben dennoch riskant. Verschiedene Beispiele, wie etwa der Doge-Coin, zeigten bereits, dass solche Anlagen nur schwer mit deutlichen Verlusten umgehen können. Der Bitcoin erzählt dennoch eine absolute Erfolgsstory und gilt nach wie vor als wichtiges digitales Zahlungsmittel. Einen echten Verlust müssen Anleger also eher nicht verkraften, dennoch lässt die Erholungsphase, laut der Analyse von Binance Research, noch etwas auf sich warten, solange sich die Lage im Iran nicht entspannt und der KI-Boom die Märkte weiter anheizt.

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Weiterführende Links

FAQ

Warum fällt der Bitcoin aktuell?

Laut Binance Research fließt wegen der hohen Kapitalkonzentration im Aktienmarkt weniger Geld in den Bitcoin.

Was hat der CBOE Dispersion Index damit zu tun?

Er deutet auf eine starke Konzentration im S&P 500 hin, die Kapital von anderen Märkten abziehen kann.

Ist Bitcoin trotz Rückschlägen noch eine sinnvolle Anlage?

Das hängt vom Risikoprofil ab, denn Bitcoin bleibt trotz hoher Schwankungen für viele Anleger ein spekulativer Baustein.

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