Der Bitcoin rutscht immer weiter ab und BTC-Holdings wie Strategy geraten dadurch immer weiter in die Bredouille. Kommt jetzt auf die Kryptowährung die nächste Verkaufswelle zu?

Strategy hält mehr als 840.000 Bitcoin, was einer Marktkapitalisierung von rund 32 Milliarden US-Dollar entspricht. Das Unternehmen sieht sich als "Long-time-Holder" der Kryptowährung. Ende Mai dann der große Schock: Strategy hat Bitcoin doch verkauft, woraufhin der Kryptokurs deutlich absackte. Grund für die Veräußerung war unter anderem die Finanzierung der Vorzugsdividende. Grayscale-Analyst Zach Pandl rät dennoch zum Mega-Abverkauf.

Drohender Bitcoin-Abverkauf: Was ist passiert?

In seinem Post auf X schreibt der Experte, dass er mit einer Dividendenaufstockung bei der Strategy-Vorzugsaktie um 50 Basispunkte rechnet. Das entspräche einer höheren Zahlungsverpflichtung in Höhe von 100 Millionen US-Dollar für die nächsten zwei Jahre. Er hofft jedoch, dass Strategy stattdessen Bitcoin im Gegenwert von drei Milliarden US-Dollar verkauft, um so gut wie alle Barverpflichtungen der nächsten zwei Jahre zu decken und "das Marktvertrauen wiederherzustellen".

Bereits in der vergangenen Woche haben zudem die Analysten von CryptoQuant zu einem Kaufstopp von Bitcoin geraten, nachdem Michael Saylor, CEO von Strategy, angekündigt hatte, weitere Coins im Wert von 32 Millionen US-Dollar kaufen zu wollen. Stattdessen solle Strategy seine Barreserven auf 2,8 Milliarden US-Dollar aufstocken, sagen die Experten. Wenn der Konzern jetzt Bitcoin kaufe, würde das "den Unternehmenswert für die Aktionäre zerstören", hieß es in dem Bericht.

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Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

Was bedeutet das für Anleger?

Die Kurse der Strategy-Aktien und sind deutlich im Minus. Die Vorzugsaktie (STRC) verspricht Anlegern nicht nur eine Dividende von 11,5 Prozent, sondern auch einen stabilen Kurs bei 100 US-Dollar. Diesen unterschritt der Anteilsschein Mitte Juni jedoch deutlich und so notierten die Papiere nach Börsenschluss am Freitag bei knapp unter 75 US-Dollar.

Der Stammaktie (MSTR) geht es ähnlich: Der Titel hat innerhalb eines Monats fast 50 Prozent an den Märkten verloren. Der Bitcoin-Verkauf verunsicherte die Anleger. Eine Entscheidung von Saylor bleibt noch aus. Dass diese einen Einfluss auf den Bitcoin-Kurs haben dürfte, steht allerdings jetzt schon fest.

Historische Kaufchance

Während die Strategy-Kurse fallen, gibt es drei Aktien, die sich jetzt richtig lohnen können. Um welche Titel es geht, erfahren Sie im Aktienreport "Historische Kaufchance".

Strategy (WKN: 722713)

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Häufig gestellte Fragen

Warum reagiert der Bitcoin-Kurs so stark auf Strategy-Nachrichten?

Strategy gilt als besonders sichtbarer Großinvestor am Bitcoin-Markt. Wenn das Unternehmen seine Käufe, Verkäufe oder Finanzierung ändert, werten viele Marktteilnehmer das als Signal für die Stimmung unter institutionellen Anlegern.

Ist Strategy trotz hoher Bitcoin-Bestände finanziell unter Druck?

Das hängt vor allem von der Kapitalstruktur, den laufenden Verpflichtungen und der Kursentwicklung der Vorzugsaktien ab. Hohe Bitcoin-Bestände sind zwar ein starkes Asset, können aber bei fallenden Kursen auch die Finanzierungsspielräume enger machen.

Welche Folgen hätte ein größerer Bitcoin-Verkauf für den Kryptomarkt?

Ein größerer Verkauf durch ein bekanntes Unternehmen könnte kurzfristig das Vertrauen belasten und den Verkaufsdruck verstärken. Mittel- bis langfristig hängt die Wirkung aber davon ab, ob andere Marktteilnehmer das als Einzelfall oder als Warnsignal für den gesamten Sektor sehen.

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