Der Crash bei Gold und Silber nimmt aktuell immer unglaublichere Formen an. Allein am Montag notieren beide Edelmetalle zweistellig im Minus. Das treibt die Kurse jetzt gen Süden, und das erwarten Experten für den weiteren Kursverlauf.

Am Montag brechen die Kurse der Edelmetalle weiter ein. Vor Börsenbeginn in Deutschland steht Silber mit einem Minus von 15 Prozent bei 71 US-Dollar je Unze. Gold rutscht um 9,4 Prozent auf 4.440 US-Dollar ab.

Massiver Crash bei Gold und Silber geht weiter

Wesentlicher Auslöser des jüngsten Goldpreisrutsches war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.

Spekulanten, die auf einen noch höheren Goldpreis gesetzt hatten, dürften davon auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. Da diese oftmals auf Kredit "zocken", kommen sie bei fallenden Preisen schnell in Bedrängnis und müssen Positionen verkaufen. Das setzt den Preis dann weiter unter Druck; eine Abwärtsspirale entsteht, bis die Lage bereinigt ist.

Das erwarten Experten jetzt

Zuletzt hatten sich auch einige Experten sehr kritisch dazu geäußert, was die weitere Entwicklung des Silber-Kurses angeht. Ex-J.P. Morgan Chefstratege Marko Kolanović hatte vom Hoch einen Crash um 50 Prozent prognostiziert. Dies würde etwa einem Absturz auf 60 US-Dollar je Feinunze gleichkommen. Die BNP Paribas hatte ebenfalls vor einer Korrektur gewarnt.

Deutlich optimistischer waren die Marktbeobachter zuletzt bei Gold. Hier hatten die Experten der Société Générale und von Goldman Sachs erst kürzlich Kursziele von 6.000 US-Dollar in den Raum gestellt.

Gold (ISIN: XC0009655157)

Enthält Material von dpa-AFX

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