Die Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump wird am heutigen Mittwoch mit Spannung erwartet. Womit müssen DAX-Anleger rechnen? Außerdem im Fokus: die Bayer-Aktie.

Die Spannung ist groß. Vor der erwarteten Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte zurückgezogen. Die kräftige Erholung am Vortag verpuffte, die Sorgen wegen drohender Zölle werden größer. Aktuell liegt der DAX 1,25 Prozent im Vergleich zum Vortag im Minus und steht bei 22.258 Punkten. Das europäische Pendant, der Euro Stoxx 50, liegt 0,8 Prozent im Minus und steht bei 5.276 Punkten.

Laut der Commerzbank wird darüber spekuliert, ob die USA einen pauschalen Gegenzoll auf alle Handelspartner, einen pauschalen Zoll auf bestimmte Länder oder von Land zu Land unterschiedliche Zollsätze erheben werden. Trump will die neuen Zölle bei einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses um 16 Uhr Ortszeit (22 Uhr deutscher Zeit) bekanntgeben.

Die Märkte hofften auf Klarheit, doch die Gefahr eines weiteren Unsicherheitssturms bleibe real, schrieben die Börsen-Experten von Index Radar. „Trump dürfte sich zunächst maximalen Verhandlungsspielraum sichern, indem er hohe Zölle als Drohkulisse aufbaut." Entscheidend werde jedoch sein, ob er zugleich Gesprächsbereitschaft signalisiere - oder den globalen Handelskonflikt weiter eskalieren lasse.

DAX (WKN: 846900)

Aktie von Bayer im DAX unter Druck

Das Schlusslicht im DAX bildet von der Performance her aktuell die Aktie von Bayer mit einem Minus von 4,4 Prozent. Aktien aus der Gesundheitsbranche standen unter hohem Abgabedruck, weil Trump auch auf Arzneimittel und medizinische Geräte Einfuhrzölle erheben könnte.

An die DAX-Spitze schafft es aktuell die Aktie von Zalando mit einem Plus von 2,4 Prozent. Die US-Bank JPMorgan hat Zalando mit einem Kursziel von 29 Euro auf "Neutral" belassen. Die am 6. Mai anstehenden Quartalszahlen des Online-Modehändlers dürften einen soliden Jahresstart belegen, schrieb Analystin Georgina Johanan in ihrem am Mittwoch vorliegenden Ausblick auf den Bericht. Die Geschäfte sollten sich mindestens so gut wie im Schlussquartal 2024 entwickelt und im März nochmals verbessert haben. Das Auftaktquartal habe für Zalando allerdings relativ wenig Bedeutung.

Enthält Material von dpa-AFX

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