Der Dialysekonzern hält sich aktuell relativ stabil. Das Bonus-Zertifikat bietet die Chance, bei einer Erholung dabei zu sein und verfügt zudem über einen dicken Risikopuffer.
Die Aktie des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) befindet sich seit Anfang 2023 vorwiegend in einem Seitwärtstrend zwischen 32 und 50 Euro. Aktuell liegt die Aktie im untereren Drittel dieser Bandbreite. Der Titel kann sich zwar nicht komplett von den derzeitigen Turbulenzen an den Aktienmärkten lösen, gleichwohl hält er sich derzeit relativ stabil im Bereich von 38 Euro.
Die Therapie gegen Verlustrisiken
Erneute Rücksetzer sind nicht ausgeschlossen. Daher wäre das gewählte Bonus-Zertifikat eine attraktive Alternative zum Direkteinstieg in die Aktie.
Das Wertpapier ist mit einer Barriere bei 26 Euro und einem Bonus-Level 42 Euro ausgestattet. Mit 26 Euro liegt die festgelegte Barriere unterhalb des Tiefs vom Oktober 2022. Die Marke wurde letztmals 2005 berührt. Damit ist der Puffer stattlich. Die erzielbare Bonusrendite fällt mit drei Prozent auf den ersten Blick mager aus. Allerdings ist das Bonus-Level kein Cap. Steigt die Aktie bis zum Laufzeitende Mitte Dezember über diese Marke, partizipieren Inhaber des Bonus-Zertifikats von dieser Bewegung.
Die zurückliegenden Jahre waren bei FMC von großen Restrukturierungen und Portfolioanpassungen geprägt. „Das Jahr 2026 soll ein Übergangsjahr sein. Im Fokus steht das neu in den USA zugelassene 5008X Hämodialysesystem. „Die FDA-Zulassung der aktualisierten Version unseres 5008X CAREsystems mit zusätzlichen Funktionen markiert einen entscheidenden Meilenstein. Unser Bestreben ist es, das Leben von Menschen mit Nierenerkrankungen zu verbessern, indem wir die branchenführende hochvolumige Hämodiafiltrationstherapie in den USA auf den Markt bringen“, sagte die Vorstandsvorsitzende Helen Giza. Analysten sehen 5008X als zentralen Wachstumstreiber bei FMC. Die Sterblichkeitsrate ist niedriger, die Personaleffizienz größer und der Medikamentenbedarf niedriger als bei den bestehenden Geräten. In Europa ist es bereits seit 2024 auf dem Markt.
Das Kerngeschäft von FMC liegt allerdings in den USA. Im laufenden Jahr soll das Gerät schrittweise in den Kliniken eingeführt werden. Dies dürfte 2026 zunächst einmal Kosten verursachen. 2027 erwartet Oliver Reinberg, Analyst bei Kepler Cheuvreux, allerdings einen Umsatzanstieg und die Ertragswende.
Mit einem KGV von 10,7 und einer Dividendenrendite von 3,9 Prozent ist die Aktie moderat bewertet. Aus charttechnischer Sicht findet die DAX-Aktie zwischen 36 und 37 Euro eine Unterstützungszone. Solange sie hält, besteht die Chance auf eine Erholung bis 42 Euro und im weiteren Verlauf bis 47 Euro.
Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst in der BÖRSE ONLINE-Heftausgabe. Hier lesen Sie weitere spannende Analysen.