(neu: Kurs, US-Gericht genehmigt Glyphosat-Vergleich)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die zuletzt gedämpfte Euphorie bei Bayer
Die Aktien, die zuvor auch unter einem teils enttäuschenden Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gelitten hatten, konnten ihr Minus von zeitweise 7,6 Prozent mit letztlich 2,4 Prozent auf 37,40 Euro klar eindämmen. Seitdem sie im Februar wegen eines angestrebten milliardenschweren Sammelvergleichs fast die 50-Euro-Marke erreicht hatten, befindet sich der Kurs auf einer stetigen Talfahrt, notiert nun für den bisherigen Jahresverlauf aber immerhin wieder im Plus.
Die Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten brockten dem Chemie- und Pharmakonzern 2025, wenig überraschend, einen Milliardenverlust ein. Mit Blick auf das Tagesgeschäft rechnet Bayer 2026 mit einem operativen Ergebnis in der Spanne von 9,1 bis 9,6 Milliarden Euro, während die Analysten im Schnitt bisher etwas mehr erwartet hatten. Richard Vosser von JPMorgan und Charles Pitman-King von Barclays sehen daher Korrekturbedarf an den mittleren Analystenerwartungen im Größenbereich von bis zu drei Prozent. Ein großer Teil davon sei aber auf Währungseffekte zurückzuführen, erklärte Vosser.
Seit November hatte Bayer den Anlegern zunächst mit Studiendaten zum Blutgerinnungshemmer Asundexian Wachstumshoffnungen gemacht, die eine Kursrally ausgelöst hatten. Zudem setzten Anleger dann im neuen Jahr auf Fortschritte bei den US-Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten, nachdem das höchste US-Gericht, der US Supreme Court, einen Fall zur Verhandlung angenommen hatte. Bayer hofft hier auf ein positives Grundsatzurteil, dass bereits im Juni gefällt werden könnte./tih/mis/stw/gl/jha/
Quelle: dpa-Afx