FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Vorzugsaktien von Volkswagen haben am Montag im Dax überdurchschnittlich verloren. Zuletzt lagen sie mit minus 2,5 Prozent auf 90,42 Euro im hinteren Feld. Steigende Ölpreise aufgrund des sich erneut verschärfenden Iran-Konflikts und damit Sorgen vor einer weiteren Abkühlung der Konjunktur belasteten den europäischen Autosektor insgesamt.

Bei Volkswagen trübten darüber hinaus Aussagen von Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies die Stimmung. Wie der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte, ist er offen für Gespräche über die Möglichkeit, chinesische Autohersteller Fahrzeuge in den deutschen Volkswagen-Werken produzieren zu lassen, da Volkswagen weiter mit Entlassungen und Überkapazitäten an seinen Standorten zu kämpfen habe. "Eine Art Offenbarungseid" nannte dies ein Händler.

Das Land Niedersachsen ist mit 20 Prozent Stimmrechtsanteil der zweitgrößte Anteilseigner von VW nach der Beteiligungsholding Porsche SE und hat bei wichtigen Entscheidungen ein Vetorecht.

Mit Blick auf den anstehenden Quartalsbericht wird zudem die Investmentbank Goldman Sachs etwas vorsichtiger. Das operative Ergebnis dürfte etwas unter den Erwartungen liegen, schrieb Analyst Christian Frenes am Montag in seinem Ausblick und kappte seine Ergebnisschätzungen bis 2028. Er berücksichtigt dabei auch die aktuellen Erwartungen an den Sportwagenbauer Porsche AG und den Nutzfahrzeughersteller Traton ./ajx/ck/ag/nas

Quelle: dpa-Afx