(neu: Kurs)
BIETIGHEIM-BISSINGEN (dpa-AFX) - Der Maschinenbauer Dürr setzt weiter auf Einsparungen und will sein Ergebnis in diesem Jahr weiter verbessern. Dies setze allerdings voraus, dass der Krieg im Nahen Osten die Weltwirtschaft nur vorübergehend beeinträchtigt, teilte der Konzern aus Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) mit. Das Unternehmen hatte bereits Mitte Februar Eckdaten für 2025 bekanntgegeben. Die Aktie legte im frühen Handel leicht zu, geriet dann aber kräftig unter Druck.
Am Nachmittag sank der Kurs um 6,4 Prozent 21,25 Euro. Während die Resultate 2025 im Einklang mit den bekannten Eckdaten stünden, erscheine der Ausblick für den Auftragseingang 2026 ein wenig schwächlich im Vergleich zur Erwartung, schrieb Analyst Philippe Lorrain von Bernstein Research.
"2025 war herausfordernd", sagte Dürr-Chef Jochen Weyrauch laut Mitteilung. Zollkonflikte und die weltpolitischen Spannungen hätten die Investitionsbereitschaft vieler Kunden gedämpft. "Dass wir das Ergebnis trotzdem deutlich steigern konnten, unterstreicht die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells", sagte Weyrauch.
Unter dem Strich verbuchte der Konzern 2025 einen mehr als doppelt so hohen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis des Gesamtkonzerns nach Steuern stieg von 102,1 Millionen Euro auf 206,4 Millionen Euro, wobei dies unter anderem auf den Buchgewinn aus dem Ende Oktober vollzogenen Verkauf der Umwelttechnik zurückgehe. Der Umsatz ging hingegen um 4,6 Prozent auf 4,48 Milliarden Euro zurück.
Für 2026 peilt das Unternehmen einen Umsatz von 3,9 bis 4,3 Milliarden Euro an. Ohne das Umwelttechnikgeschäft war der Umsatz im vergangenen Jahr um 2,9 Prozent auf 4,17 Milliarden Euro geschrumpft. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereffekten sollen von den Erlösen im laufenden Jahr 5 bis 6,5 Prozent hängen bleiben. 2025 legte das bereinigte Ebit im fortgeführten Geschäft um knapp 19 Prozent auf 232,4 Millionen Euro zu, womit sich eine Marge von 5,6 Prozent ergab. Bei den Umsatzplänen stützt sich Dürr auf den Auftragseingang, der 2025 im fortgeführten Geschäft allerdings um fast 18 Prozent auf knapp 3,9 Milliarden Euro zurückging.
Unter dem Strich fiel im vergangenen Jahr im fortgeführten Geschäft ein Verlust von 50 Millionen Euro an, nach einem Gewinn von 62,4 Millionen Euro 2024. Das Unternehmen begründete dies mit Belastungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Umwelttechnikgeschäfts.
Im vergangenen Jahr arbeiteten 17.881 Menschen für den Konzern, was einem Rückgang von 3,9 Prozent entspricht./rwi/mne/nas/mis/jha/
Quelle: dpa-Afx