MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Der Internetportal-Betreiber Scout24
Für die Aktie des im Dax
Für Ross Broadfoot von der kanadischen Bank RBC hat Scout24 die Erwartungen im ersten Quartal leicht übertroffen. Auch Analyst Annick Maas von Bernstein sieht die Erwartungen weitgehend erfüllt.
Der Umsatz kletterte gegenüber dem Vorjahr um fast 14 Prozent auf rund 180 Millionen Euro. Dabei profitierte Scout24 mit Marken wie ImmoScout24, Vermietet.de, Flowfact und Baufiteam weiter von einer starken Kundennachfrage nach Abonnements im Professional- und Private-Segment. In beiden Bereichen konnte die Zahl der Kunden in Deutschland gesteigert werden.
Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wurde ein Anstieg um gut 15 Prozent auf 108 Millionen Euro verbucht. Hier profitierte Scout24 neben dem Umsatzwachstum auch von Sparmaßnahmen. Insgesamt legte die bereinigte operative Marge um 0,6 Prozentpunkte auf 60,1 Prozent zu. Der Nachsteuergewinn stieg um gut 37 Prozent auf 68,5 Millionen Euro.
2026 will Scout24 den Umsatz weiter um 16 bis 18 Prozent steigern. Dabei soll die Übernahme der spanischen Online-Immobilienplattformen Fotocasa und Habitaclia sechs bis sieben Prozentpunkte beitragen. Zudem rechnet das Management um Konzernchef Ralf Weitz mit einer Marge, gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda), von bis zu 61 Prozent. 2025 verbuchte der Konzern einen Umsatz von rund 650 Millionen Euro bei einer bereinigten operativen Marge von 62,5 Prozent.
Das laufende Aktienrückkaufprogramm für 2026 hat Scout24 auf bis zu 350 Millionen Euro erhöht. Bereits bis Ende des laufenden Jahres sollen unter einer zweiten Tranche eigene Anteilsscheine für bis zu 250 Millionen Euro erworben werden, teilte Scout24 am Dienstagabend mit. Diese solle direkt nach der ersten Tranche von bis zu 100 Millionen Euro beginnen, welche verkürzt werden soll, da sie nahezu vollständig ausgeschöpft sei./err/niw/zb
Quelle: dpa-Afx