ESSEN (dpa-AFX) - Dem Industriekonzern Thyssenkrupp machen weiter eine maue Nachfrage im Automobilgeschäft sowie niedrigere Stahlpreise zu schaffen. Der Umsatz ging daher im zweiten Geschäftsquartal (per Ende März) um zwei Prozent auf knapp 8,4 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen am Dienstag in Essen mitteilte. Dies war etwas besser als von Marktexperten angenommen. Wegen des anhaltend schwierigen Umfeldes senkte Thyssenkrupp seinen Umsatzausblick um jeweils einen Prozentpunkt und geht für 2025/26 nun von einer Entwicklung von minus drei Prozent bis zu Erlösen auf Vorjahresniveau aus. An der Ergebnisprognose hält der Konzern dagegen fest.

Dort macht sich das Spar- und Restrukturierungsprogramm weiter positiv bemerkbar. So legte das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 19 auf 198 Millionen Euro zu. Analysten hatten mit einem geringeren Anstieg gerechnet. Die Stahlsparte lieferte dabei neben dem Materialgeschäft den größten Ergebnisbeitrag, auch dank gesunkener Kosten für Rohstoffe und Energie sowie geringerer Personalkosten.

Positiv entwickelte sich auch der Auftragseingang. Dieser legte dank Großaufträgen beim Marineschiffbauer TKMS um knapp ein Drittel auf 10,6 Milliarden Euro zu. Gedämpft blieb das Neugeschäft hingegen im Autozulieferergeschäft sowie in der Stahlsparte.

Unter dem Strich verdiente Thyssenkrupp mit einer Million Euro nach Minderheiten deutlich weniger als im Vorjahr, in dem das Unternehmen allerdings erheblich vom Verkauf von TK Electrical Steel India profitiert hatte./nas/la/he

Quelle: dpa-Afx