Nach dem schwachen 2026-Ausblick halten etliche Analysten an Adidas fest. Für den DAX-Titel bleibt jetzt entscheidend, ob der Konzern Nike im Running weiter Marktanteile abnimmt – und Anleger sollten nun genau auf die weitere Entwicklung des Charts achten!
Adidas meldete für 2025 Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 2,056 Milliarden Euro. Für 2026 peilt der Konzern trotz rund 400 Millionen Euro Gegenwind aus Zöllen und Währungen nur rund 2,3 Milliarden Euro an.
Analysten halten an der Adidas-Aktie fest
Die DZ Bank senkte nach der Präsentation der Geschäftszahlen den fairen Wert der Adidas-Aktie von 240 auf 206 Euro, blieb aber bei „Kaufen“. Thomas Maul hebt die Vertragsverlängerung von Bjørn Gulden hervor. Die UBS blieb am 16. März und am 1. April bei „Buy“ mit 219 Euro. Robert Krankowski verweist auf einen guten Jahresstart; der Quartalsbericht Ende April dürfte beruhigen. Bernstein gehört ebenfalls ins Lager der Bullen und rief ein Kursziel von 255 Euro sowie das Prädikat „Outperform“ aus.
Und ganz aktuell: Citigroup erhöhte in einer heute publizierten Studie zwar das Kursziel auf 277 Euro (nach zuvor 232 Euro), verbunden mit einem „Buy“-Rating.
Nike als Gradmesser für den DAX-Titel
Eine Kundenumfrage in Nordamerika, China und Teilen Europas zeigt laut Monique Pollard, dass Adidas gegenüber Nike Boden gutmacht. Dies betonte heute auch die Citigroup: Gerade Laufschuhe böten global starke Chancen, dazu komme die Fußball-WM 2026 als möglicher Umsatztreiber.
Vorsichtige Stimmen zu Adidas gibt es aber auch
RBC bleibt hingegen mit „Sector Perform“ und 160 Euro zurückhaltend. Piral Dadhania sieht wegen Nahost-Risiken Druck auf Nachfrage und Gewinne im zweiten und dritten Quartal. Berenberg belässt es bei „Hold“ und 190 Euro.
Der Chart verrät, wann Sie kaufen sollten!
Die Adidas-Aktie (ISIN: DE000A1EWWW0) befindet sich zweifelslos weiter in einem Abwärtstrend, der vor über einem Jahr seinen Anfang nahm. Dabei bildete der Chart ganz klassische Bären-Flaggen (durch orange Linien in der nachfolgenden Abbildung dargestellt) sowie ein entsprechendes Umsatzmuster: tiefere Umsätze im Bereich der Flaggen und höhere Umsätze im Bereich der Fahnenstangen (vgl. orange Kreise in der erwähnten Abbildung).
Zudem ist auch das für Abwärtstrends typische Muster von jeweils tieferen Hochs im Chart wunderbar erkennbar (siehe rote Pfeile in der Abbildung).
Anleger sollten sich daher nicht von der seit knapp 3 Wochen bestehenden, sekundären Aufwärtsbewegung täuschen lassen: Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass es sich dabei neuerlich nur um die Ausbildung der nächsten Bären-Flagge handelt. Klug geht folglich vor, wer die Bodenbildung abwartet. Positive Zeichen wären kumulativ:
- signifikante Überwindung des (kleinen) Widerstandes bei 140 Euro (blaue Linie in der erwähnten Darstellung),
- signifikante Überwindung der 50-Tage-Linie, derzeit stehend bei 143,68 und
- vor allem: keine neuen Bären-Flaggen und keine neuen tieferen Hochs.
Fazit
Die Analysten glauben weiterhin an die Adidas-Aktie - aber Investoren bedenken: Die Kursziele sind in der Regel auf zwölf Monatssicht, mithin kann es vorderhand durchaus weiter Richtung Süden gehen. Daher ist es für Anleger wichtig, die Signale im Chart mitzubeachten. Risikobewusste Anleger, die zur gegebenen Zeit die Adidas-Aktie kaufen wollen, tun dies idealerweise gestaffelt, also in Tranchen.
Anleger, die nicht auf Einzelaktien setzen wollen, werden vermutlich mit dem «Aktien für die Ewigkeit Index» glücklicher.
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Häufige Fragen zu Adidas:
Gehört Adidas zu den regelmässigen Dividendenzahlerinnen?
Regelmässig: ja, aber die Dividende fällt meistens sehr überschaubar aus.
Wie hoch ist beim aktuellen Kurs die Dividendenrendite?
Derzeit beträgt diese 1,45 Prozent, was für die Adidas-Aktie schon relativ viel ist.
Wie hoch ist momentan das KGV dieser DAX-Aktie?
Die Adidas-Aktie weist aktuell ein KGV von 18,35 auf.
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