Die Adidas-Aktie kennt im Jahr 2026 bisher nur einen Weg: nach unten. Doch jetzt macht das Unternehmen gleich mit mehreren guten Nachrichten auf sich aufmerksam – und auch erste Analysten fassen wieder Vertrauen.

Die Adidas-Aktie gehört im Jahr 2026 zu den großen Enttäuschungen im DAX. Seit Jahresanfang hat das Papier schon mehr als 22 Prozent verloren. Hauptgrund dafür war eine sehr vorsichtige Prognose für das laufende Jahr.

Dabei hatten viele Analysten die Aktie für 2026 als potenziellen Gewinner auf dem Zettel: Die Olympischen Winterspiele, bei denen Adidas als Ausrüster – nicht nur der deutschen Mannschaft – auftrat, boten dem deutschen Sportartikelkonzern eine breite Bühne. Und das Mega-Event für die Sportbranche steht ja noch bevor: die Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA ab Juni.

Lange sah es so aus, als könne Adidas keinen dieser Elfmeter verwandeln. Doch möglicherweise ändert sich das jetzt. Denn am Montag gibt es gleich drei positive Meldungen zu den Herzogenaurachern.

Adidas (WKN: A1EWWW)

1. Mega-Deal mit Red Bull

Nach einer Meldung der BILD-Zeitung steht Adidas kurz davor, neuer Ausrüster des Formel-1-Teams von Red Bull rund um dessen amtierenden Weltmeister Max Verstappen zu werden. Für Adidas, das in der Formel 1 bereits die Teams von Audi und Mercedes ausrüstet, ein Mega-Coup, der zudem immens imageträchtig wäre. Adidas ist erst unter dem neuen Chef Björn Gulden in den Rennzirkus eingestiegen. Doch Gulden weiß aus seinen Zeiten bei Puma, welche Chancen der Rennsport in Sachen Image und Lifestyle bietet. Sollte Adidas bei Red Bull wirklich zum Zuge kommen, hätte Gulden dann schon drei Formel-1-Teams unter Vertrag, Puma dagegen nur noch zwei: Ferrari und McLaren.

Allerdings wird der Werbeträger Formel 1 für Adidas nicht billig: Laut BILD soll der Vertrag mindestens drei Jahre laufen und dem Rennstall von Red Bull rund 27 Millionen Euro einbringen – pro Saison. Mercedes und Audi sollen sich in ähnlichen Größenordnungen bewegen. Das hippe Image ist es Gulden und Adidas wert: Vor allem bei jüngeren Zuschauern erlebt die Formel 1 derzeit eine Renaissance.

2. Blaues Deutschland-Trikot wird ein Verkaufsschlager

Erst am vergangenen Freitag haben die Kicker der deutschen Fußballnationalmannschaft im Freundschaftsspiel gegen die Schweiz zum ersten Mal das neue Auswärtstrikot getragen: Es ist blau mit türkisfarbenen Streifen und Applikationen. Während Puristen erneut die Abkehr vom traditionellen grünen Auswärts-Jersey geißelten, sind die Fans offenbar begeistert: „Der Verkaufsstart des neuen DFB-Auswärtstrikots war sehr erfolgreich“, sagte Adidas-Sprecher Oliver Brüggen ebenfalls der „BILD“. Die Nachfrage in den ersten Tagen sei sogar höher als beim EM-Auswärtstrikot 2024 – das war lila und pink und führte zu extrem gespaltenen Meinungen.

„Zu genauen Verkaufs- und Umsatzzahlen äußern wir uns grundsätzlich nicht“, sagte Brüggen. Doch Analysten wissen sehr genau, wie hoch die Margen bei den Trikotverkäufen sind, und werden ihre Schätzungen nun womöglich etwas erhöhen. Immerhin kostet die „Authentic“-Variante stolze 150 Euro, die aus einem anderen Material bestehende Fan-Variante geht für 100 Euro über den Tisch. Sollte das Trikot ein Renner werden, wäre das zusätzlicher Rückenwind für Adidas, zumal die Herzogenauracher mit Argentinien, Spanien, Belgien oder Japan weitere aussichtsreiche Mannschaften mit großer Fanbasis ausrüsten. Eine weitere, Italien, muss sich erst noch über die Play-offs qualifizieren.

3. Fairer Wert 40 Prozent über dem aktuellen Kurs?

Das alles trägt dazu bei, dass auch Analysten die Aktie noch lange nicht aufgegeben haben. Am Freitagabend bestätigte die Privatbank Berenberg ihre Einstufung „Hold“. Das klingt wenig spektakulär, doch umso erstaunlicher ist das damit verbundene Kursziel: Analyst Nick Anderson sieht den fairen Wert der Aktie bei 190 Euro, 43 Prozent über dem aktuellen Kurs. Die Herzogenauracher hätten sich ihre Streifen weiterhin verdient, schrieb Anderson nach einem Besuch im Rahmen einer Roadshow. Der Tenor sei insgesamt positiv gewesen – und die Aktienbewertung historisch gesehen „enorm niedrig“.

Fazit

Noch ist nicht der richtige Zeitpunkt für einen Einstieg, denn der Aktienkurs fällt wie ein Stein, ein Boden ist noch nicht in Sicht. Nach zahlreichen Indikatoren, etwa dem MACD, ist das Adidas-Papier nun aber deutlich überverkauft. Das heißt: Sobald sich der Kurs stabilisiert und der positive Newsflow anhält, kann es auch sehr schnell wieder nach oben gehen. BÖRSE ONLINE hält Sie darüber auf dem Laufenden.

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Häufige Fragen zum Thema

In welchem Index notiert die Adidas-Aktie?

Adidas notiert im Deutschen Aktienindex (DAX) und rangiert dort mit einer Marktkapitalisisierung von 24 Milliarden Euro im Mittelfeld, noch vor Vonovia. Beiersdorf oder Continental.

Wer sind die größten Konkurrenten von Adidas?

Der mit Abstand wichtigste Konkurrent ist das US-Unternehmen Nike, das nach Börsenwert auch mehr als doppelt so groß sind. der größte einheimische Konkurrent ist Puma. Beide Unternehmen haben ihren Sitz im fränkischen Herzogenaurach.

Wie sind die Analysten zur Adidas-Aktie eingestellt?

Derzeit raten 27 von 38 Analysten zum Kauf der Adidas-Aktie. Das durschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei 199,18 Euro Stand 30.3.2026), was einem Kurspotenzial von rund 50 Prozent entspricht.