Diese Aktie für die Ewigkeit ist am Mittwoch massiv unter Druck geraten. Die Papiere des Konzerns verlieren nach schwachen Zahlen und die Aussichten sind ebenfalls nicht gut. Auch das Chartbild sorgt nicht gerade für Freude.

Jahrelang galten die Papiere des Modekonzerns Hermes als echte Aktien für die Ewigkeit, vor allem, da sie ein echter Dauerläufer an den Börsen waren. Doch mit dem Schwächeln des Luxussektors, geraten auch die Pariser immer mehr unter Druck. Die neuesten Zahlen bestätigen die angespannte Lage.

Aktie für die Ewigkeit bricht deutlich ein

Im ersten Quartal schrumpfte der Umsatz im Jahresvergleich um 1,4 Prozent auf knapp 4,1 Milliarden Euro, wie das EuroStoxx-50-Schwergewicht am Mittwoch in Paris mitteilte. Bereinigt um die Folgen des starken Euro legte der Erlös um 5,6 Prozent zu. Damit verfehlte der Hersteller von Produkten wie Birkin- und Kelly-Taschen die Erwartungen der Experten.

Vor allem die Geschäfte in Frankreich entwickelten sich schlechter, denn wegen der militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten kamen weniger Touristen in das Land.

Dabei schrumpfte der Erlös bereinigt um Währungsschwankungen neben Frankreich auch im Nahen Osten. In der mit Abstand wichtigsten Region Asien (ohne Japan) stieg zwar der um Währungseffekte bereinigte Umsatz um gut zwei Prozent, aber deutlich weniger stark als von Analysten erwartet. Während das Uhren-Segment schwächelte und das Geschäft rund um Parfüm und Beauty auf dem Vorjahresniveau verharrte, entwickelten sich vor allem das Lederwarengeschäft mit Birkin-Taschen besser.

Aktie stark unter Druck - Aussichten schlecht

Infolge dieser Nachrichten gab die Aktie dann um 11 Prozent nach. Angesichts der schon zuvor schwachen Zahlen von Kering und LVMH, sind die Aussichten für die gesamte Branche nicht besonders rosig.

Charttechnisch ist die Lage derweil nun extrem angespannt. Am Mittwoch haben die Papiere auf das Niveau der Jahrestiefs verloren. Kommt es zu einem Durchbruch durch die Marke von 1.600 Euro, dann liegen die nächsten Ziele bei 1.430 Euro und 1.160 Euro.

BÖRSE ONLINE rät entsprechend nicht zum Kauf der Aktien. Wesentlich bessere Investmentchancen finden Anleger in der neuen Ausgabe. Hier erfahren Sie mehr.

Enthält Material von dpa-AFX

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Häufig gestellte Fragen

Warum fällt die Aktie von Hermes am Mittwoch?

Die Aktie von Hermes fällt nach schwachen Quartalszahlen, die unter den Erwartungen der Analysten lagen. Insbesondere der Iran-Krieg sorgte hier für Belastung.

Was sagt BÖRSE ONLINE zur Aktie von Hermes?

BÖRSE ONLINE rät aktuell nicht zum Kauf von Aktien von Hermes.

Was belastet die Luxusbranche aktuell?

Die Luxusbranche leidet aktuell unter schwachen Absätzen in fast allen Teilen der Welt. Zusätzlich sorgt der Iran-Krieg für Verwerfungen und weniger Tourismus, was die Verkäufe ebenfalls senkt.

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