Allianz-Aktie: Digitalisierung kommt nur langsam in Schwung
· Börse Online Redaktion
Beim Thema Sparen setzt der frühere McKinsey-Berater nicht auf einen Stellenabbau, sondern auf Digitalisierung und maßgeschneiderte Online-Angebote für die Kunden. Das alles sei angelaufen und werde 2017 beschleunigt. Jährlich nimmt die Allianz dafür rund 650 Millionen Euro in die Hand. Das neueste Projekt heißt "Allianz X" und geht im Januar an den Start: Ein Fonds, den der Versicherungsriese in den kommenden Jahren mit insgesamt 430 Millionen Euro füllen will, um eigene Startups zu finanzieren. So sollen Fintechs auf Abstand gehalten werden, die in vielen Feldern zu immer stärkeren Konkurrenten werden, wie Digitalisierungs-Chef Solmaz Altin erläuterte.
Den Posten gibt es erst, seit Bäte 2015 das Ruder übernommen hat. Vor einem Jahr hatte er seine Digitalisierungs-Agenda vorgelegt. Die damit verbundenen Mittelfristziele bestätigte die Allianz nun: Bis 2018 wird eine Eigenkapitalrendite von 13 Prozent angepeilt. Ende September lag sie bei 12,4 Prozent. Der Gewinn je Aktie soll in den nächsten Jahren im Schnitt um je fünf Prozent steigen. In den ersten neun Monaten waren es 3,5 Prozent. Damit stiege dann auch die Dividende. Denn die Allianz schüttet traditionell die Hälfte ihres Gewinns an die Aktionäre aus.
Ein Geldregen für die Anleger zeichnet sich aber auch schon kurzfristig ab: Die "Kriegskasse" für Übernahmen, die mit 2,5 bis drei Milliarden Euro gefüllt ist, blieb in diesem Jahr bisher ungenutzt. Sollte das Geld bis Jahresende nicht gebraucht werden, werde es an die Aktionäre fließen, bekräftigte Bäte. Zuletzt hatte die Allianz einen größeren Aktienrückkauf in Aussicht gestellt. An der Gewinnprognose für 2016 rüttelte der Konzern am Mittwoch nicht. Nach früheren Angaben wird ein operatives Ergebnis von zehn bis elf Milliarden Euro angepeilt.
rtr
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