Die Papiere dieses SDAX-Konzerns haben starke sechs Monate hinter sich. Trotz des jüngsten KLursrutschs dürfte das Potenzial des Pharma-Mittelständlers noch nicht ausgeschöpft sein.

Während die Börsen zuletzt von geopolitischer Nervosität geprägt waren, hat sich die Aktie von Dermapharm bemerkenswert unbeeindruckt gezeigt. Um rund acht Prozent legte der Titel in den vergangenen drei Wochen zu, was angesichts des aktuellen Marktumfelds voller Unsicherheiten aufhorchen lässt. Diese Entwicklung ist jedoch weniger Zufall als vielmehr das Ergebnis einer soliden operativen Aufstellung, die der Markt bei dem SDAX-Titel weiterhin honoriert.

Dabei hat die Aktie bereits eine beachtliche Strecke hinter sich. Knapp ein Drittel Kursplus innerhalb von sechs Monaten spricht eine deutliche Sprache. Doch wer nun glaubt, der Zug sei abgefahren, dürfte sich irren. Denn die Grünwalder Gesellschaft verfügt gleich über mehrere ­Hebel, die in den kommenden Wochen und Monaten zusätzliches Aufwärtspotenzial freisetzen dürften.

Wachstumsmotor Markenarzneimittel

Herzstück des Konzerns ist das Segment Markenarzneimittel, das rund die Hälfte des Konzernumsatzes beisteuert und dabei eine Ebitda-Marge von etwa 44 Prozent erwirtschaftet. In einem Markt, in dem Preisdruck und Regulierung viele Wettbewerber belasten, gelingt Dermapharm hier etwas Seltenes: profitables organisches Wachstum. Bereinigt um auslaufende Impfstoffbeiträge wuchs das Segment in den ersten neun Monaten 2025 um rund sechs Prozent. Getragen wurde diese Entwicklung von gleich drei Säulen.

Die Allergologie-Tochter ­Allergopharma legte um 17 Prozent zu, getrieben durch die starke Nachfrage nach dem Allergiepräparat Allergovit und einem neuen Hausstaubmilben-Produkt. Das internationale Geschäft wuchs um zehn Prozent, befeuert durch die Expansion in Märkte wie Polen und die Ukraine. Und auch das deutsche Kerngeschäft entwickelte sich stabil, gestützt durch rund 1.300 Arzneimittelzulassungen in ertragsstarken Nischen wie Dermatologie, Vitaminpräparate und Gynäkologie. Die Pipeline mit rund 60 Entwicklungsprojekten verspricht zudem soliden Nachschub für die kommenden Jahre.

Inhalt

Arkopharma: Von gut zu exzellent

Weniger sichtbar, aber nicht minder bedeutsam ist das Potenzial, das in der französischen Tochter Arkopharma schlummert. Der Marktführer für pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel in Frankreich durchläuft derzeit einen grundlegenden Umbau seines Vertriebsmodells. Statt wie bisher direkt auf den Endverbraucher zu setzen, rückt nun der Apotheker als zentraler Absatzpartner in den Mittelpunkt. Der Strategiewechsel drückt zwar kurzfristig auf die Zahlen, soll mittelfristig aber die Profitabilität der Sparte deutlich steigern.

Die ersten Ergebnisse stimmen zuversichtlich. Nach einem schwachen Jahresauftakt, der vor allem durch Spanien belastet war, zeigte das zweite Quartal bereits ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein neues Führungsteam in Spanien arbeitet die Altlasten ab, während Frankreich und Italien wieder auf Wachstumskurs liegen. Seit Januar will der Konzern durch gezielte Anreizprogramme für Apotheker den Absatz zusätzlich ankurbeln. Der Vorstand erwartet den vollständigen Turnaround spätestens in der zweiten Jahreshälfte dieses Jahres. Wichtig dabei, Arkopharma ist bereits heute profitabel und erwirtschaftet eine zweistellige Ebitda-Marge. Es geht nicht um eine Sanierung, sondern um die gezielte Hebung stiller Reserven.

Fazit

Dermapharm vereint ein konjunktur­resistentes Kerngeschäft mit klaren Wachstumskatalysatoren und einer Bilanz, die bei einem Verschuldungsgrad von 2,8 x Ebitda Spielräume eröffnet. Vor diesem Hintergrund erscheinen auf Sicht Kurse von 50 Euro für den SDAX-Titel durchaus realistisch. Die nächsten Impulse sollte die Vorstellung des Geschäftsberichts 2025 und der Ausblick des Managements für 2026 am 31. März liefern .

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