Am Mittwochabend hat die Fed ihren Zinsentscheid veröffentlicht. Das wurde konkret entschieden und das bedeuten die Nachrichten für Aktien, Bitcoin, Gold, Anleihen und die Märkte.
Wie erwartet hat die US-Notenbank Fed den Leitzins in der Spanne von 350 bis 375 Basispunkten belassen. Bei der ersten Sitzung unter dem neuen Chef Kevin Warsh stehen vor allem die neue Kommunikation und die gesetzten Signale im Vordergrund. Es war im Vorfeld mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet worden, dass die Fed keine Anpassung am Leitzins vornimmt.
Signale aus der Fed
Neben der reinen Leitzinsentscheidung wurde außerdem eine neue Zinsprojektion der Fed-Board-Mitglieder veröffentlicht. Dabei sieht nur ein einziger eine Zinssenkung als realistisch an, acht rechnen mit stabilen Kapitalkosten und neun mit mindestens einer Erhöhung um 25 Basispunkte.
Sehr spannend außerdem: die Median-Zinsprojektion für das Jahr 2027 ist deutlich gestiegen. Statt 3,125 Prozent liegt diese nun satte 50 Basispunkte höher bei 3,625 Prozent.
Gleichzeitig senkte die Notenbank die Prognosen für das Wachstum der US-Wirtschaft (Jahre 2026 und 2027) und erhöhte die Inflationsschätzungen (für 2026). Anstatt zu bekräftigen, dass das FOMC weiterhin an seinem 2%-Ziel festhält, hieß es: „Der Ausschuss wird für Preisstabilität sorgen.“ Allgemein fiel das Statement unter der Leitung des neuen Fed-Chefs deutlich verkürzter und ohne wesentliche Erklärungen aus.
Was das für Aktien, Bitcoin, Gold, Anleihen und die Märkte bedeutet
Infolge dieser Nachrichten verloren die US-Aktienmärkte in einer ersten Reaktion rund ein halbes Prozent, nachdem sie zuvor auf Höhe des Vortagesschlusses tendiert hatten. Auch Bitcoin und Gold hatten deutliche Abgaben zu verzeichnen.
Allgemein sind die Aussichten auf steigende Zinsen, eine höhere Inflation und ein geringeres Wachstum keine guten Rahmenbedingungen für die Börse. Gleichzeitig zogen die Renditen von US-Anleihen deutlich an. 12-monatige Schuldverschreibungen stiegen um 2,5 Prozent.
Wird Trump reagieren?
Kevin Warsh setzt als Fed-Chef also erste Akzente und sorgt damit auch für Verunsicherung an den Märkten. Fraglich ist allerdings, wie US-Präsident Donald Trump auf seine Aussagen reagieren wird. Der Republikaner hatte vom Warsh-Vorgänger Powell massive Zinssenkungen eingefordert und ihn öffentlich angegriffen.
Mit der aktuellen Linie des neuen Fed-Chefs wird Trump also definitiv nicht zufrieden sein. Hier zeichnet sich mögliches Konfliktpotenzial ab.
Häufig gestellte Fragen
Was hat die Fed am Mittwoch entschieden?
Wie erwartet hat die US-Notenbank Fed den Leitzins in der Spanne von 350 bis 375 Basispunkten belassen.
Was gab es Wichtiges von der Fed-Zinssitzung?
Bei der ersten Sitzung unter dem neuen Chef Kevin Warsh stehen vor allem die neue Kommunikation und die gesetzten Signale im Vordergrund. Neben der reinen Leitzinsentscheidung wurde außerdem eine neue Zinsprojektion der Fed-Board-Mitglieder veröffentlicht. Dabei sieht nur ein einziger eine Zinssenkung als realistisch an, acht rechnen mit stabilen Kapitalkosten und neun mit mindestens einer Erhöhung um 25 Basispunkte. Sehr spannend außerdem: die Median-Zinsprojektion für das Jahr 2027 ist deutlich gestiegen. Statt 3,125 Prozent liegt diese nun satte 50 Basispunkte höher bei 3,625 Prozent.
Wer ist der Fed-Chef?
Seit Mai ist Kevin Warsh der neue Fed-Chef, er folgt auf Jerome Powell.