Henkel-Aktie rutscht nach Zahlen ans Dax-Ende - Warum wir das Papier auf Beobachten runterstufen
· Börse Online Redaktion
Rorsted stellte für 2015 ein organisches Umsatzwachstum - also ohne Währungsschwankungen sowie Zu- und Verkäufe - von drei bis fünf Prozent in Aussicht. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie solle um etwa zehn Prozent zulegen, die bereinigte Ebit-Marge "etwa sechzehn Prozent" betragen. Damit dürfte Henkel hier 2015 nicht viel weiterkommen - denn im Vorjahr lag diese von Analysten viel beachtete Kennzahl bei 15,8 Prozent.
Henkel ist seit 1991 in Russland vertreten, das Land ist für den Düsseldorfer Konzern der weltweit viertgrößte Markt. In Russland beschäftigt Henkel rund 2500 Menschen, in der Ukraine etwa 1000 Mitarbeiter.
Die Henkel-Aktionäre können nach einem Umsatz- und Gewinnplus für das vergangene Jahr mit einer höheren Dividende rechnen. Je Vorzugsaktie sollen sie 1,31 (Vorjahr: 1,22) Euro erhalten, je Stammaktie sind es 1,29 (1,20) Euro. Im vierten Quartal hatte Henkel den Umsatz deutlich um 7,1 Prozent auf 4,126 Milliarden Euro gesteigert. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) legte auf 602 (Vorjahr: 584) Millionen Euro zu, der Gewinn nach Anteilen Dritter sank indes anders als von Analysten erwartet deutlich auf 298 (320) Millionen Euro. Kosten für eine Kartellstrafe in Frankreich und Restrukturierungen schlugen hier zu Buche. Analysten hatten mit einem Umsatz von 4,02 Milliarden Euro und einem bereinigten Ebit von 599 Millionen Euro gerechnet, den Überschuss sahen sie bei 402 Millionen Euro.
Reuters
Einschätzung der Redaktion
Wegen des schwierigen Umfeld, wenig Verbesserungspotenzial bei der Marge und der hohen Bewertung der Aktie gemessen am KGV stufen wir die Aktie auf "Beobachten" zurück. Wir senken das Kursziel leicht - von 110 auf 105 Euro und erhöhen den Stoppkurs auf 89,90 von zuvor 79,80.
Klaus Schachinger
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