Mit Anthropic, OpenAI und SpaceX stehen drei Mega-IPOs vor der Tür. Auch ein weiterer Gigant der KI-Szene plant einen Börsengang - allerdings erst für 2028. Doch jetzt scheinen sich die Pläne zu konkretisieren.
Tech-Riesen wie Alphabet und Amazon sind schon an der Börse. Anleger erwarten nun mit Spannung die Börsengänge der drei KI-Giganten. Vor allem SpaceX rückt hier in den Fokus. Das Börsenprospekt liegt vor und die Roadshow ist in vollem Gange. Setzt Elon Musk seine Vision um, handelt es sich um das größte IPO der Geschichte. Anthropic hingegen reichte das entscheidende Dokument erst vor wenigen Tagen ein und OpenAI gilt als weiterer heißer Kandidat auf einen möglichen Börsengang in diesem Jahr. Gleichzeitig plant mit Perplexity ein weiterer KI-Anbieter seinen Börsengang, der allerdings noch weit davon entfernt ist, das Prospekt der Börsenaufsicht zu übermitteln.
Perplexity-CEO fiebert Konkurrenz entgegen
Perplexity setzt dabei auf ein flexibles Geschäftsmodell: Statt eines eigenen KI-Modells, wie etwa Claude von Anthropic, greift Perplexity auf ChatGPT, NanoBanana und Co. zu, wählt das passende Modell für die Aufgabe aus und lässt die Arbeit von diesem dann verrichten. Der KI-Anbieter plant weiterhin seinen Börsengang für 2028, egal, was die nahenden IPOs ergeben, sagte Perplexity-Chef Aravind Srinivas gegenüber CNBC.
Sollten die Börsenstarts der großen Drei schwächer ausfallen, als bisher angenommen, könnte das Marktumfeld deutlich darauf reagieren. Dennoch erwartet Srinivas positive Börsenstarts für die Konkurrenz. Die KI-Aktien dürften auf jedes der IPOs äußerst empfindlich reagieren. Kommt es zu gelungenen Börsengängen, steigen auch die KI- und Halbleiter-Aktien, was die jeweiligen Hypes noch einmal befeuert.
Doch erst vor wenigen Tagen konnten Anleger beobachten, was schlechte Nachrichten für einen Einfluss haben können. Am Mittwoch der vergangenen Woche präsentierte Broadcom etwas enttäuschende Quartalszahlen. Am Freitag erschien der US-Jobbericht, der auf eine Verlängerung des hohen Leitzinses der Fed in den USA hindeutet. In beiden Fällen fielen KI-Aktien, wie etwa SK Hynix oder Micron Technology deutlich.
Tipp: Wer gerne in den Hype einsteigen möchte, sollte sich den "Künstliche Intelligenz"-Index von BÖRSE ONLINE genauer anschauen.
Perplexity mit dem Gewinnermodell?
Auch die Kosten sind laut Aravind Srinivas ein wichtiger Faktor bei den IPOs. Der CEO sagt, dass Unternehmen zunehmend darauf achten, wie viel sie in KI investieren. Statt der teuersten Modelle sollen Konzerne auf wirtschaftlich sinnvollere Einzelprodukte umschwenken. Srinivas erklärt, dass ihm ein günstigeres OpenCloud-Modell in 90 Prozent der Fälle ausreiche. Genau hier liegt die Geschäftsidee von Perplexity.
Durch den Einsatz verschiedener Optionen können Nutzer ständig zwischen verschiedenen Varianten auswählen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Mit seinem Börsengang im Jahr 2028 lässt der CEO den Markt erst einmal auf die drei Riesen reagieren, die in diesem Jahr noch kommen sollen. Somit hält er an den bisherigen Plänen fest, könnte jedoch auch die Hype-Phase vollständig verpassen oder in einen überhitzten Markt gelangen. Erst kürzlich fand ein großer Ausverkauf im KI-Sektor statt, der für Aufsehen sorgte.
Nicht nur KI
Der Börsengang von SpaceX sorgt bereits für Vorfreude bei Anlegern und könnte für eine weitere KI-Rally sorgen. Auch in anderen Bereichen gibt es deutliches Gewinnpotenzial. Drei passende Werte finden Anleger im Aktienreport "Kurz vor der Kursexplosion".
Häufig gestellte Fragen
Was macht Perplexity eigentlich?
Perplexity ist eine KI-Such- und Antwortplattform, die Informationen aus verschiedenen Modellen und Quellen kombiniert, um direkte und oft sehr aktuelle Antworten zu liefern. Statt alles selbst zu entwickeln, setzt das Unternehmen auf ein flexibles Modell-Orchester - das kann Kosten senken und die Qualität je nach Aufgabe verbessern.
Wer ist Aravind Srinivas?
Aravind Srinivas ist Mitgründer und CEO von Perplexity. Er steht für einen Ansatz, bei dem KI nicht nur möglichst groß, sondern vor allem effizient und wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden soll.
Warum könnten IPOs von KI-Firmen auch andere Tech-Aktien bewegen?
Große Börsengänge setzen oft neue Bewertungsmaßstäbe für die gesamte Branche. Wenn Investoren starkes Wachstum bei KI-Firmen sehen, profitieren oft auch Zulieferer wie Chip-Hersteller, Cloud-Anbieter und andere Tech-Werte - umgekehrt kann ein schwacher Börsengang die Stimmung schnell abkühlen.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
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