Dieser MDAX-Konzern erlebt am Donnerstag die nächste Flut an negativen Nachrichten und muss seine Dividende ersatzlos streichen. Doch trotzdem kann die Aktie um 8 Prozent nach oben schießen. Das steckt dahinter.

Die Aktie von Puma kann am Donnerstag überraschend um 8 Prozent nach oben schießen, und das, obwohl das Unternehmen sehr schlechte Nachrichten für Aktionäre gemeldet hat.

Krise beim MDAX-Konzern geht weiter: Dividende komplett gestrichen!

Denn der kriselnde Sportartikelhersteller ist im vergangenen Jahr tief in die Verlustzone gerutscht. Im fortgeführten Geschäft stand 2025 unter dem Strich ein Fehlbetrag von 643,6 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 280,7 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach mitteilte. Dabei belasteten Kosten für das laufende Restrukturierungsprogramm sowie Abschreibungen, die überwiegend im vierten Quartal verbucht wurden. Puma strich im Zuge dessen die Dividende für die Aktionäre. Für die Aktien zeichneten sich vorbörsliche Verluste von gut zwei Prozent ab.

Der Umsatz von Puma brach im vergangenen Jahr um 13,1 Prozent auf knapp 7,3 Milliarden Euro ein. Währungsbereinigt lag das Minus bei 8,1 Prozent. Für das neue Geschäftsjahr geht Puma von einem weiteren Rückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus, erst 2027 soll das Unternehmen wieder zu Wachstum zurückkehren.

Aktionäre müssen sich dabei auf weitere Verluste einstellen: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sieht Puma bei minus 50 bis minus 150 Millionen Euro, da weitere Kosten für die Neuausrichtung auflaufen werden. 2025 summierte sich der Fehlbetrag auf rund 357 Millionen Euro.

Der neue Chef Arthur Hoeld hatte im dritten Quartal einen Konzernumbau angestoßen, der die Konzentration auf Kernsportarten, weniger Produkte und den Ausbau des Direktgeschäfts mit den Konsumenten vorantreiben soll. Dazu sollen Lagerbestände abgebaut, unrentable Läden geschlossen und Stellen gestrichen werden.

Darum steigen die Aktien des MDAX-Konzerns trotzdem

Dass die Aktien dennoch um 8 Prozent nach diesen miesen Zahlen steigen konnten, ist sicherlich vor allem auf den Ausblick des Unternehmens zurückzuführen. Denn trotz aller Probleme will Puma 2027 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren.

Die Analysten sind derweil eher skeptisch und sehen vom aktuellen Niveau keine Upside für den MDAX-Konzern.

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Puma (WKN: 696960)

Enthält Material von dpa-AFX