Lufthansa erwartet rasche Erkenntnisse zur Absturzursache
· Börse Online Redaktion
Beim Absturz des Airbus A320 in den französischen Alpen waren 150 Menschen ums Leben gekommen. Zu den Opfern zählen nach Angaben von Germanwings 67 Deutsche, darunter 16 Schüler einer zehnten Klasse und ihre beiden Lehrerinnen aus Nordrhein-Westfalen. Bundeskanzlerin Angela Merkel reist am Mittwoch zur Absturzstelle. Außenminister Frank-Walter Steinmeier zeigte sich nach einem Überflug über die Unfallstelle erschüttert. "Vor Ort zeigt sich ein Bild des Grauens", sagte er am Dienstag.
Nach dem Absturz traten einige Germanwings-Flugzeugbesatzungen ihren Dienst nicht angetreten. "Es gab heute vereinzelt Besatzungsmitglieder, die aus persönlichen Gründen nicht fliegen wollten. Germanwings hat dafür Verständnis", teilte eine Lufthansa-Sprecherin am Dienstagabend mit. Nach Angaben von der Lufthansa-Tochter mussten einige Flüge gestrichen werden, weil Besatzungen nach der Meldung vom Absturz nicht fliegen wollten.
"Spiegel Online" hatte berichtet, mehrere Germanwings-Crews hätten sich geweigert, ihre Flüge mit Maschinen des Unglückstyps von Airbus anzutreten. Am Flughafen Düsseldorf, wo der abgestürzte Flieger aus Barcelona landen sollte, seien seit Mittag mehrere Flugzeuge am Boden geblieben,. Auch am Stuttgarter Flughafen seien drei Germanwings-Flüge annulliert worden.
Die Unglücksmaschine habe am Montag stundenweise in Düsseldorf am Boden gestanden wegen technischer Probleme, berichtet "Spiegel Online" weiter. Es soll ein Problem an der "Nose Landing Door" gegeben haben. Die "Nose Landing Door" ist die Klappe, die sich am Rumpf öffnet und schließt, wenn das Bugrad aus- und eingefahren wird. "Das war kein sicherheitsrelevantes Thema, sondern eine Routine-Reparatur zur Behebung von Störgeräuschen", sagte die Lufthansa-Sprecherin. Spohr sagte in der ARD, dass sich die Maschine in einem hervorragendem Zustand befunden habe.
Reuters
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