Der US-Versicherer hat ein Beteiligungsportfolio ähnlich wie die berühmte Holding aus Omaha. Eine wenig beachtete Aktie mit langfristig sehr guter Performance und Burggraben-Charakter.

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Die Markel Group ist ein US-amerikanischer Versicherer, der außer seinem Kerngeschäft auch Finanz- und Industriebeteiligungen hält.

Baby Berkshire mit Potenzial

Markel tritt im Versicherungsgeschäft als Spezialversicherer für berufliche und gewerbliche Risiken auf. Im Zentrum stehen Lösungen für kleine und mittelgroße Unternehmen sowie Freiberufler, bei denen ein Beratungs- oder Berufsfehler schnell zu erheblichen Vermögensschäden führen kann. Zum Produktportfolio gehören Berufs- und Vermögensschaden-­Haftpflichtversicherungen, etwa für Inge­nieure, Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder IT-Dienstleister. In vielen Ländern bietet Markel zudem spezielle Versicherungen für Geschäftsführer, die das private Vermögen von Führungskräften gegen Haftungsansprüche schützen. Zudem bietet der Konzern Cyber­versicherungen an, die ­insbesondere mittelständische Unternehmen gegen Haftungs- und Eigenschäden aus Datenschutzverletzungen und Hackerangriffen absichern. Ergänzt wird das Versicherungsgeschäft durch verschiedene Beteili­gungen. Die Firmen operieren dabei eigenständig. Zu den Beteiligungen zählen etwa Buckner Heavylift Cranes, ein Anbieter von Raupenkränen für Schwerhubprojekte, und AMF Bakery Systems, ein Hersteller von Anlagen und Systemen für industrielle Bäckereien. Weitere Beteiligungen sind der Lederhandtaschenhersteller Brahmin sowie Costa Farms, einer der weltweit größten Anbieter von Zimmerpflanzen. Insgesamt listet der Konzern 21 Unternehmen, die voll konsolidiert werden.

Im Aktienportfolio hält Markel Anteile unter anderem an Alphabet, Deere, Amazon, Apple und Caterpillar. Die größte Position ist Berkshire Hathaway mit rund zwölf Prozent. Unternehmenschef ist Tom Gayner, der vor über 35 Jahren bei der Markel Group im Asset-Management anfing. Damals lag der Börsenwert bei rund 40 Millionen US-Dollar, heute sind es 24 Milliarden. Ab 2016 war Gayner Co-CEO, seit Anfang 2023 ist er alleiniger CEO.

Fazit

Seit 2014 hat die Markel Group ihren Umsatz durchschnittlich um zwölf Prozent pro Jahr und den Nettobetriebs­gewinn nach Steuern (NOPAT) um 24 Prozent pro Jahr gesteigert. Der Titel ist etwas für langfristig orientierte Buy-&-Hold-­Anleger. 

Dieser Artikel erschien zunächst in der BÖRSE ONLINE-Heftausgabe. Weitere spannende Analysen dieser Art finden Sie hier.

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