Die Aktien von Rheinmetall, Renk und Co. stehen am Donnerstag ordentlich unter Druck. Das belastet die Papiere der Rüstungskonzerne jetzt, und darum kann sich für Anleger hier dennoch eine Kaufchance bieten.
Die Aktien der Rüstungskonzerne bewegen sich am Donnerstag teilweise heftig gen Süden. Hintergrund sind die neuen Aussagen von Donald Trump hinsichtlich des Konfliktes um Grönland.
Rheinmetall, Renk und Co. fallen
So hat Trump mit Rutte einen Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion gesteckt - daher sollen doch keine Zusatzzölle kommen. Nur wenige Stunden zuvor hatte das EU-Parlament im Gegenzug zu Trumps Zollandrohung noch die Ratifizierung des Handelsdeals mit den USA gestoppt.
"Noch sind nicht viele Details zum geplanten Abkommen zwischen den USA und der NATO bekannt", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Viel wichtiger ist für die Börsianer ohnehin die Info, dass die angedrohten Zusatzzölle am 1. Februar nicht in Kraft treten werden. Ob das Grönland-Thema damit dauerhaft zur Zufriedenheit aller gelöst werden kann, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt offen. Fürs Erste feiern die Börsen aber die neue Faktenlage."
Rüstungswerte gehörten derweil zu den Verlierern, da die Sorgen um einen militärischen Konflikt oder die weitere geopolitische Isolierung von Europa sanken.
Darum ist die Rallye bei Rheinmetall und Co. noch nicht vorbei
Doch trotz der teilweise deutlichen Kursverluste am Donnerstag ist die Rallye bei den Rüstungswerten noch lange nicht vorbei, sagen zumindest die Analysten. Die Experten rechnen damit, dass es in den kommenden Jahren eine beständige Auftragsflut für die Unternehmen und damit Gewinn- als auch Kurssteigerungen geben wird.
Dementsprechend sehen die Experten für den Rüstungskonzern Rheinmetall vom aktuellen Niveau 21 Prozent Potenzial und raten zum Kauf. Für Renk gibt es im Konsens ebenfalls eine Kaufempfehlung und die Upside wird auf 17 Prozent geschätzt. Bei Hensoldt sind die Marktbeobachter mit 8 Prozent Potenzial etwas vorsichtiger.
Enthält Material von dpa-AFX
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