Bereits vorab wurde bekannt, dass Rheinmetall sein Umsatzziel im ersten Quartal um einige hundert Millionen Euro vefehlt hat. Am Donnerstag legt der Rüstungskonzern die kompletten Quartalszahlen vor. Was Analysten erwarten - und was der DAX-Konzern liefern muss.

Am Dienstag hatte Rheinmetall einige Eckdaten zum ersten Quartal 2026 veröffentlicht - und damit für einen kurzen Schreckmoment an der Börse gesorgt. Denn das eigene Umsatzziel wurde um rund 400 Millionen Euro verfehlt . Schon am Donnerstag, den 7. Mai , wird der Rüstungsriese seinen kompletten Quartalsbericht präsentieren und damit auch die offenen Fragen der Analysten beantworten. 

Diese Zahlen gilt es dabei zu schlagen (Konsensschätzungen lt. Bloomberg, Stand 6.5.2025):

Umsatz: 1,94 Milliarden Euro (bereist bekannt)

EBITDA: 375,50 Millionen Euro

Betriebsgewinn: 240 Millionen Euro 

Nettogewinn: 127,98 Millione Euro

Gewinn je Aktie: 2,71 Euro

 Dass der Umsatz bereits um mehrere hundert Millionen Euro zu gering ausfiel, macht der US-Bank J.P. Morgan keine großen Sorgen. Sie hat ihre Einstufung nach Vorab-Meldung vom Dienstag auf "Overweight" belassen und ihr Kursziel von 2.130 Euro bekräftigt. Obwohl die Ergebnisse unter den Markterwartungen lagen habe der Rüstungskonzern dies komplett mit Timingeffekten begründet und alle seine Jahresziele bestätigt, so Analyst David Perry, der ein großer Fan von Rheimetall ist.

So bewerten Analysten die Rheinmetall AG

Auch viele seiner Kollegen bleiben weiterhin optimistisch. So behält die britische Investmentbank Barclays ihre Einschätzung "Overweight" bei und bestätigt auch das Kursziel von 2.125 Euro. Goldman Sachs, die Deutsche Bank und Jefferies bleiben ebenfalls bei einer "Buy"-Empfehlung mit Kurszielen jenseits der 2.100-Euro-Marke. Gemessen am aktuellen Kurs von 1412 Euro (6.5.2026) entspricht das einem Kurspotenzial von satten 48 Prozent. Das US-Analysehaus Bernstein schätzt Rheinmetall weiterhin mit "Outperform" und einem Kursziel von 2.050 Euro ein.

Sam Burgess von Goldman Sachs sieht in der aktuellen Situation hohe Chancen und bezeichnet die gegenwärtige Lage sogar als "Chance auf ein reinigendes Gewitter". Chloe Lemarie von Jefferies empfand die Kommentare seitens Rheinmetall zum ersten Halbjahr sogar als beruhigend.

Andere Unternehmen weniger anfällig

Die Rüstungsbranche ist im Jahr 2026 nach wie vor hochinteressant. Bei Rheinmetall spielten im ersten Quartal vor allem zeitliche Verschiebungen eine große Rolle. Auch andere Firmen wie etwa Hensoldt oder Renk, kämpften zuetzt mit Lieferkettenproblemen, melden aber dennoch neue Rekordzahlen. Auch die Auftragsbücher sind überall in der Branche randvoll. Zuletzt hatte sogar Palantir einen Zuwachs im Regierungsgeschäft von 87 Prozent gemeldet.

Bei Rheinmetall geht es darum, den Rekordauftragsbestand nun zeitnah abzuarbeiten, um die Jahresziele nicht zu verfehlen. Dass die Börse langsam ungeduldig wird, zeigt der Kursrutsch seit Januar von 1900 auf rund 1400 Euro. Eine weitere Abweichung nach unten sollte Rheinmetall daher im zweiten Quartal 2026 tunlichst vemeiden.

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Häufig gestellte Fragen

Warum fehlten hunderte Millionen Euro Umsatz bei Rheinmetall?

Das Unternehmen gibt zeitliche Ereignisse als Grund an. Dies scheint auch plausibel, da vor allem Lieferschwierigkeiten zu Verzögerungen führten.

Ist die Rheinmetall-Aktie einen Kauf wert?

Die Rheinmetall-Aktie ist keine Small Cap. Sie ist bei vielen Analysten mit hohen Kurszielen erwartet, wobei das erste Quartal 2026 eine Art Delle darstellt, jedoch keine Trendwende.

Wann liegen die offiziellen Quartalszahlen der Rheinmetall vor?

Am 7. Mai wird die Rheinmetall den kompletten Bericht vorlegen.