Die Aktien der Technologie-Holding Softbank haben am Dienstag zweistellig zugelegt. Auslöser waren eine Anhebung der Jahresziele ihre Mobilfunktochter und neue Zuversicht rund um die Beteiligung am Chipdesigner Arm.
Die Aktie der japanischen Softbank Group ist bereits am Morgen im Handel in Tokio um mehr als zehn Prozent gestiegen. Wie CNBC berichtet, kam der Impuls vor allem von der Mobilfunktochter Softbank Corp, die ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr anhob. Zusätzlich half ein kräftiger Kursanstieg bei Arm Holdings: Softbank hält an dem britischen Chipdesigner einen großen Anteil, daher wirken Arm-Nachrichten direkt auf den Softbank-Kurs.
Softbank Corp meldete für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025 einen Umsatzanstieg um acht Prozent auf 5,2 Billionen Yen, ein Rekord für diesen Zeitraum. Das operative Ergebnis stieg ebenfalls um acht Prozent auf 884 Milliarden Yen. Daraufhin erhöhte die Tochter ihre Erwartung für den Gesamtjahresumsatz auf 6,95 Billionen Yen nach zuvor 6,7 Billionen Yen. Das Ziel für das operative Ergebnis hob sie auf 1,02 Billionen Yen an. Zugleich betonte das Unternehmen, im Konsumentengeschäft sei ihr langfristige Profitabilität wichtiger als möglichst viele neue Kunden.
Lohnt sich der Verzicht auf Wachstum?
Aus Anlegersicht ist das ein ungewöhnlicher Schritt: Ein reifer Telekommarkt setzt normalerweise Grenzen beim Wachstum – trotz steigender Margen. Zumal die Zahl der Smartphone-Kunden bereits im dritten Quartal um 100.000 sank, nachdem Softbank Corp. die Regeln zur Kundengewinnung verschärft hatte.
Mindestens so wichtig war Arm. Arm-CEO Rene Haas verwies in einer Telefonkonferenz darauf, dass die Lizenzgebühren aus Rechenzentren mehr als 100 Prozent über dem Vorjahr lagen; in einigen Jahren solle das Rechenzentrumsgeschäft größer sein als das bisher dominierende Geschäft mit Mobilfunk-Chips und -prozessoren. Laut Haas will Arm bis Jahresende die Hälfte aller zentralen Prozessoren liefern, die bei den größten Cloud-Anbietern eingesetzt werden.
Ganz unbefleckt blieb die Weste von Arm jedoch nicht: Die Erwartungen der Wall Street beim Lizenzumsatz wurden verfehlt. Gleichzeitig erzielte das Unternehmen aber in den letzten drei Monaten des Jahres 2025 einen Rekordquartalsumsatz von 1,242 Milliarden US-Dollar, getrieben durch KI-Nachfrage, und lag damit über den Konsensschätzungen.
In den vergangenen Wochen hatten die hohen Wetten von Softbank-Boss Masayoshi auf zentrale KI-Newcomder wie OpenAi Bedenken ausgelöst, die Softbank setze zu stark auf ein Pferdund könnte schnell in eine Abwärtsspirale geraten, wenn sich die hohen Hardware-Investitionen der Beteiligungsfrmen nicht rechnen.
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