2025 war für die Tesla-Aktie bisher kein gutes Jahr. Und neue Auslieferungszahlen zu den Autos schocken Anleger. Zeit zu verkaufen?

So schlecht war Tesla schon lange nicht mehr unterwegs. Im ersten Quartal 2025 verlor die Aktie insgesamt 36 Prozent an Wert. So einen heftigen Einbruch gab es seit Ende 2022 nicht mehr. Und es ist gleichzeitig insgesamt der drittschlimmste Absturz an der Börse. Allein am Donnerstag gab die Aktie vorbörslich fast vier Prozent nach, was auch mit den enttäuschenden Auslieferungszahlen des Konzerns zusammenhing.

Tesla (WKN: A1CX3T)

Teslas Autoabsatz enttäuscht

In den ersten drei Monaten des Jahres lieferte der E-Autobauer 336.681 Fahrzeuge bei einer Produktion von 362.615 Einheiten aus. Experten hatten mit deutlich höheren Auslieferungszahlen von 377.590 gerechnet. Zudem ging die Zahl im Vergleich zu den 386.810 Auslieferungen im Vorjahresquartal stark zurück. In China, einen extrem wichtigen Markt für viele Autobauer, sanken die Verkäufe im März um 11,5 Prozent. Konkurrenten wie BYD schlafen nicht. 

Hinzu kommt der große Image-Schaden des Unternehmens – unter anderem durch die kontrovers diskutierte Rolle von Elon Musk in der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Laut Medienberichten soll sich der Tesla-CEO zwar bald von diesem "Nebenjob" zurückziehen, das allein wird die Aktie aber nicht retten. Aktionäre müssen ihre Erwartungen zurückschrauben. Davon geht auch die Schweizer Großbank UBS aus.

UBS rät zum Verkauf von Tesla-Aktien

Mit einem Kursziel von 225 US-Dollar hat UBS die Tesla-Aktien auf "Sell" belassen. Die Absatzzahlen im ersten Quartal hätten die Erwartungen verfehlt, schrieb Analyst Joseph Spak am Mittwoch. Weniger Fahrzeuge habe der Elektroautobauer zuletzt im zweiten Quartal 2022 verkauft. Spak sieht nun Korrekturbedarf für die Erwartungen an 2025 und wahrscheinlich auch die Folgejahre. 

Bei den Quartalszahlen am 22. April, wo der Fokus traditionell auf den bereinigten Margen im Autogeschäft sowie der Barmittelentwicklung liege, dürfte Tesla diesmal das Thema Künstliche Intelligenz, die anstehenden Einführungen günstigerer Modelle, den Start von Robotaxis im texanischen Austin im Juni sowie humanoide Roboter in den Mittelpunkt stellen. Potenzial für ein Comeback ist also definitiv vorhanden, momentan werden die Kursfantasien aber sehr stark von Versprechungen gestützt. Wer dennoch an eine schneller Trendwende der Aktie glaubt, findet den Titel auch im Tech-Giganten Index von BÖRSE ONLINE, um etwas diversifizierter in den strauchelnden Technologie-Sektor zu investieren.

Enthält Material von dpa-AFX

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