Donald Trump sorgt mit einem überraschenden Investment in Netflix-Anleihen für Aufmerksamkeit. Diverse Analysten haben sich in den letzten Tagen ebenfalls zur Netflix-Aktie zu Wort gemeldet.

Ein ungewöhnlicher Kauf sorgt derzeit für Gesprächsstoff an der Wall Street: Laut eines aktuellen Filings an die Wertpapieraufsicht SEC hat Donald Trump Netflix-Anleihen erworben. Parallel dazu wird die Aktie von mehreren Analysten nach der geplatzten Warner-Übernahme wieder positiver beurteilt. Besonders interessant: Einige Experten sehen den Streaming-Konzern sogar vergleichsweise gut gegen mögliche KI-Risiken im Mediensektor geschützt.

Überraschendes Investment von Donald Trump während Übernahmepoker?

Laut den Offenlegungen bei der SEC hat Donald Trump sowohl Unternehmensanleihen von Netflix als auch von Warner Bros. Discovery im Wert von jeweils mindestens rund 500.000 Dollar erworben. Die Käufe erfolgten noch in der Phase intensiver Übernahmeverhandlungen rund um den Hollywood-Konzern. Ein Vertreter des Weißen Hauses erklärte, dass die Investitionen lediglich dazu dienen sollen, etablierte Indizes nachzubilden.

Netflix hatte monetalang versucht, Warner Bros. Discovery zu übernehmen. Das geplante Geschäft hätte den Streamingdienst mit den Warner-Filmstudios sowie der Plattform HBO Max zusammengebracht und wurde mit rund 82,7 Milliarden Dollar bewertet. 
Doch daraus wurde nichts: Am Ende setzte sich Paramount Skydance mit einem höheren Angebot durch. Der Konzern um CEO David Ellison, Sohn des Oracle-Gründers Larry Elllison, bot rund 31 Dollar je Aktie beziehungsweise etwa 110 Milliarden Dollar für Warner Bros. Discovery. Netflix verzichtete darauf, dieses Angebot zu überbieten und zog sich aus dem Bieterprozess zurück.

Analysten sehen robuste Marktposition

Nicht nur das Trump-Investment rückt den Netflix-Konzern und seine Aktie an der Börse wieder stärker in den Fokus. Auch Analysten äußern sich wieder zunehmend positiv: So hat die Investmentbank JPMorgan den Streamingdienst in einer am 2. März 2026 publizierten Studie mit „Overweight“ neu in ihre Empfehlungsliste aufgenommen und ein Kursziel von 120 US-Dollar ausgerufen. JPMorgan betont dabei, dass Netflix im Vergleich zu vielen anderen Medienfirmen relativ gut gegen mögliche Umbrüche durch künstliche Intelligenz abgesichert sei.

Der Grund für diese relative Robustheit liegt im Geschäftsmodell: Netflix verdient den Großteil seines Umsatzes über Abonnements und besitzt eine umfangreiche Bibliothek exklusiver Film- und Serieninhalte. Dadurch ist der STreaminganbieter einnahmenseitig weniger stark von werbe- oder suchmaschinengetriebenen Plattformen abhängig, also von Bereichen, die durch KI einem starken Wandel unterliegen dürften.

Auch andere Häuser zeigen sich für Netflix optimistisch. So bestätigten kürzlich etwa Wolfe Research oder Arete ihre Kaufempfehlungen. Bernstein ist ebenfalls zuversichtlich und stuft die Aktie mit „Outperform“ ein. Barclays hingegen blieb in einer am 2. März veröffentlichten Studie bei «Equal Weight».

Fazit

Nachdem die Bieterschlacht um Warner Bros. Discovery für Netflix beendet ist, entscheiden nun wieder klassische Kennziffern über die weitere Kursentwicklung der Netflix-Aktie (ISIN: US64110L1061); vor allem das Wachstum der Abonnentenzahlen, die Monetarisierung der werbefinanzierten Angebote sowie neue Inhalte . Das Konsenskursziel der Analysten liegt bei knapp 114 US-Dollar, was einem Kurspotential von gut 16 Prozent entspricht. Es sollte für Anleger bei Ihrer Abwägung, ob sie Netflix-Aktien kaufen wollen, der wichtigere Gradmesser sein, als Donald Trumps Portfolio an Netflix-Anleihen. Zumal die Aktie derzeit vemutlich auch mehr Kurspotenzial bietet. 

Häufige Fragen zur Netflix-Aktie

Erwirtschaftet Netflix eine hohe Nettogewinnmarge?
Ja, diese kann sich mit zuletzt über 24 Prozent sehen lassen. Tendenz steigend.

Schüttet Netflix Dividenden an seine Aktionäre aus?
Nein, bisher nicht, und es sind auch keine entsprechenden Pläne bekannt.

Pokert Netflix noch um Warner Bros. Discoovery?
Nein, der Bieterkampf ist beendet. Paramount Skydance hatte sein Angebot mehrfach nachgebessert und sich am Ende mit einem Preis von 31 Dollar je Warner-Aktie durchgesetzt.

Anleger, die nicht auf Einzelaktien setzen wollen, werden vermutlich mit dem «Tech-Giganten Index» glücklicher.

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