Die Bank of America sieht den S&P 500 auf dem Weg in den Bärenmarkt – und rät Anlegern zu einer klaren Maßnahme.

“Zu viele Warnzeichen” bei US-Aktien - das sehen die Analysten der Bank of America. Sie warnen laut Bloomberg vor einem drohenden Bullenmarkt. Savita Subramanian, Leiterin US-Aktien bei der Bank of America, empfiehlt Anlegern deshalb, Gewinne mitzunehmen.

S&P 500: Bank of America warnt vor Bärenmarkt

Denn zuletzt seien rund 70 Prozent ihrer Signale für einen Bärenmarkt ausgelöst worden, was dem Durchschnitt früherer Marktspitzen entspreche. Der S&P 500 sei “bei 17 von 20 Kennzahlen statistisch teuer”, so Subramanian laut Bloomberg News. Es werde “bei acht Kennzahlen höher bewertet als während der Technologieblase”.

Zu den Kennzahlen zählen Daten zum Verbrauchervertrauen, Wachstumserwartungen, Kennzahlen für Fusionen und Übernahmen sowie Kreditstress. Hinzu kommen Indikatoren für verschärfte Finanzierungsbedingungen wie die Senior Loan Officer Opinion Survey (SLOOS) der US-Notenbank Federal Reserve.

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Starke Gesamtentwicklung des S&P 500 habe „interne Spannungen verdeckt"

Auffällig sei zudem, dass Aktien mit hohen Kurs-Gewinn-Verhältnissen jene mit niedrigen Bewertungen deutlich übertrafen – für die Strategen ein klares „Zeichen übermäßiger Spekulation".

Innerhalb des Technologiesektors erreichte dabei die Spreizung zwischen den stärksten und schwächsten 20 Prozent der Aktien ein Ausmaß, das zuletzt im Februar 2000 zu beobachten war, wie Subramanian betonte.

Die starke Gesamtentwicklung des S&P 500 habe dabei „interne Spannungen verdeckt": Die Renditedifferenz zwischen den besten und schlechtesten zehn Prozent der Indexmitglieder kletterte in den vergangenen drei Monaten auf den höchsten Stand seit der Zeit nach der Pandemie – gemessen an Daten, die bis ins Jahr 1986 zurückreichen.

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Jahresendziel für den S&P 500 auf 7.100 Punkte

Zwar präsentierten sich einige Fundamentaldaten von Technologieaktien weiterhin solide, darunter Verschuldungsniveau, Bewertung und Kapitalintensität. Doch die meisten Kennzahlen hätten sich gegenüber einer Bank-of-America-Analyse vom November verschlechtert.

Besonders ins Auge sticht laut Subramanian ein Bündel an Warnsignalen: „Die Umwandlung von Cashflow stagniert, das Angebot an Investment-Grade-Anleihen und Aktien ist gestiegen, Aktienrückkäufe haben gemessen an der Marktkapitalisierung nachgelassen – und die Investitionsausgaben der Hyperscaler dürften im Verhältnis zum operativen Cashflow bis Jahresende auf nahezu 100 Prozent steigen, nach lediglich 40 Prozent im Jahr 2023."

Ihr Fazit fällt entsprechend nüchtern aus: „Extreme Kursbewegungen könnten auf zunehmende Instabilität hindeuten", warnte sie. Ihr Jahresendziel für den S&P 500 beziffert Subramanian auf 7.100 Punkte. Der Index schloss am Montag 0,3 Prozent höher bei rund 7.406 Punkten – und hatte am 2. Juni mit 7.620,90 Zählern zwischenzeitlich sogar ein neues Allzeithoch markiert.

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Häufige Fragen

Was ist der S&P 500?

Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) gilt als einer der einflussreichsten Aktienindizes der Welt. Er bündelt die 500 größten börsennotierten Unternehmen der USA und dient Investoren weltweit als Maßstab für die Verfassung der amerikanischen Wirtschaft.

Was macht die Bank of America?

Die Bank of America ist das zweitgrößte Finanzinstitut der Vereinigten Staaten.Die US-Universalbank bedient ein globales Klientel – von Privatkunden bis hin zu Regierungen – mit einem breiten Spektrum an Bank-, Investment- und Vermögensdienstleistungen.

Welches Kursziel hat die Bank of America für den S&P 500 ausgegeben? 

Das Jahresendziel von Subramanian liegt bei 7.100 Punkten. Damit läge der Index deutlich unter seinem aktuellen Niveau von rund 7.406 Punkten (Stand Montag) und sogar weit unter dem jüngsten Allzeithoch von 7.620,90 Zählern vom 2. Juni.

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