Am Dienstag um 14:30 Uhr sind US-Verbraucherpreiszahlen gemeldet worden. Diese fielen höher aus als von Experten erwartet. Das bedeuten die Nachrichten für Aktien, Gold, den Dollar und Bitcoin.

Am Dienstag liefen die US-Verbraucherpreise heißer ein als erwartet. Statt der erwarteten 3,7 Prozent Teuerung im April wurden 3,8 Prozent gemeldet. Auch die Kernrate stieg mit 2,8 Prozent stärker als geschätzt (Prognose 2,7 Prozent). 

So reagieren Aktien, Gold und Kryptos auf die Inflationszahlen

Diese Meldung des U.S. Bureau of Labor Statistics ist grundsätzlich negativ für die Börsen. Ein Anziehen der Inflation gibt der Fed kaum Spielraum bei weiteren Zinssenkungen. Dennoch bewegten sich die US-Futures überraschend positiv nach den Nachrichten.

Der NASDAQ 100 konnte sein Minus von zuvor 1,4 Prozent auf 1,0 Prozent reduzieren. Auch der S&P 500 zog leicht an. Der DAX zeigte sich kaum bewegt in einer ersten Reaktion.  

Eine ähnliche Bewegung war beim Bitcoin zu beobachten. Gold gewann ebenfalls, hatte aber vor der Verkündung der Ergebnisse noch deutlicher abgegeben.

Wie wahrscheinlich ist jetzt noch eine Zinssenkung?

Derweil zeigte sich an den Wahrscheinlichkeitsmärkten Bewegung. Laut dem Fed Watch Tool der CME Group fiel die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im Verlauf des Jahres von 3,7 Prozent auf 2,9 Prozent gegenüber den Daten der Vorwoche. Auch stabil bleibende Kapitalkosten sind in den USA unwahrscheinlicher geworden (zuvor 72,7 Prozent - jetzt 63,4 Prozent).

Dagegen wächst die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung. Diese liegt bei 29 Prozent - zuvor 21 Prozent.

Was das jetzt für Aktien, Gold, Bitcoin und den Dollar bedeutet

Für Anlageklassen wie Aktien, Gold und den Bitcoin sind das also negative Nachrichten. Steigende Zinsen dürften für weitere Belastungen sorgen, wenngleich ein einzelner Zinsschritt angesichts der zuletzt stark gestiegenen Unternehmensgewinne gerade auf die Kapitalmärkte nicht die größte Auswirkung haben dürfte.

Derweil sind an den Anleihemärkten in den USA steigende Zinsen zu erwarten und auch am Dienstag zogen die Renditen an. Letzteres dürfte gleichzeitig positiv für den US-Dollar sein.

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Infront S&P 500 (WKN: A0AET0)

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Häufig gestellte Fragen

Wie reagieren die Börsen auf die höher als erwartete US-Inflation?

Die zuvor schon gefallenen US-Futures von Nasdaq und S&P 500 konnten ihre negativen Ausschläge leicht reduzieren.

Wie ist die aktuelle US-Inflation?

Statt der erwarteten 3,7 Prozent Teuerung im April wurden 3,8 Prozent gemeldet. Auch die Kernrate stieg mit 2,8 Prozent stärker als geschätzt (Prognose 2,7 Prozent).

Wie sind die Wahrscheinlichkeiten für die Zinsentwicklung in den USA?

Laut dem Fed Watch Tool der CME Group fiel die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im Verlauf des Jahres von 3,7 Prozent auf 2,9 Prozent gegenüber den Daten der Vorwoche. Auch stabil bleibende Kapitalkosten sind in den USA unwahrscheinlicher geworden (zuvor 72,7 Prozent - jetzt 63,4 Prozent). Dagegen wächst die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung. Diese liegt bei 29 Prozent - zuvor 21 Prozent.