US-Konjunktur und Firmenbilanzen sollten Börsen helfen
· Börse Online Redaktion
Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research warnt aber vor überzogenen Erwartungen an den deutschen Aktienmarkt. Er rechne nur mit einer Mini-Jahresendrally. Der große Durchbruch komme frühestens mit Beginn der Bilanzsaison für das vierte Quartal - also Anfang 2015, betont er. In der alten Woche legte der Dax magere 0,2 Prozent zu.
Sein Kollege Jens Herdack von der Weberbank rät zudem dazu, verstärkt auf US-Aktien zu setzen. "Denn neben den positiven Volkswirtschaftsdaten entwickeln sich auch die dortigen Unternehmensgewinne sehr erfreulich", betont er. "Zusätzlich spricht einiges dafür, dass der US-Dollar zinsseitig unterstützt weiter aufwertet." Am Freitag stieg der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen wie Euro oder Yen widerspiegelt, zeitweise auf ein Vier-Jahres-Hoch.
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DEUTSCHE BILANZSAISON LÄUFT NOCH AUF VOLLEN TOUREN
In den USA legen nur noch einige Nachzügler wie Wal-Mart (Donnerstag) ihre Geschäftszahlen vor. Die deutsche Bilanzsaison steht dagegen vor einem weitere Höhepunkt. Allein aus dem Dax öffnen mehr als ein halbes Dutzend Firmen ihre Bücher. Dazu gehören die Versorger E.ON (Mittwoch) und RWE (Donnerstag) sowie die Deutsche Post (Mittwoch). Bei Letzterer richten Anleger ihre Aufmerksamkeit auch auf die Frage, ob der Brief- und Paketzusteller zusätzliches Geld an seine Aktionäre ausschüttet.
Unabhängig davon wagt Hella am Dienstag den Sprung auf das Börsenparkett. Der Hersteller von Auto-Scheinwerfern verkaufte seine Papiere aus der letzten Angebotstranche zu je 26,50 Euro.
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STEIGENDE US-EINZELHANDELSUMSÄTZE ERWARTET
Bei den Konjunkturdaten setzen Börsianer darauf, dass diese sich in das Bild einer anziehenden US-Wirtschaft einfügen. Vom Wachstum hängt ab, wann die US-Notenbank die Leitzinsen wieder anhebt. Bislang rechnen Börsianer mehrheitlich für Mitte 2015 mit einem solchen Schritt.
Analysten gehen davon aus, dass die Einzelhandelsumsätze im Oktober um 0,2 Prozent gestiegen sind nach dem Minus von 0,3 Prozent im Vormonat. Der von Reuters und der Uni Michigan ermittelte Index des Verbrauchervertrauens hat voraussichtlich auf 87,5 Punkte von 86,9 Zählern zugelegt. Beide Zahlen stehen am Freitag auf der Agenda.
In Deutschland sei das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal erneut zurückgegangen, schreibt Commerzbank-Analyst Ralph Solveen in einem Kommentar. "Damit wird Deutschland voraussichtlich unter den großen Euro-Ländern zusammen mit dem Dauer-Sorgenkind Italien das Schlusslicht bilden." Die Zahlen werden ebenfalls am Freitag veröffentlicht.
Reuters
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