Von DWS zu Berenberg: Der neue Fonds von Henning Gebhardt
· Börse Online Redaktion
Foto: Börsenmedien AG
Nachdem Henning Gebhardt im Januar zu Berenberg wechselte, hat er nun seit Mitte Juni wieder einen Fonds -unter seinen Fittichen. Der Name des Fonds - Berenberg Aktien-Strategie Deutschland -klingt vertraut. Und im Grunde macht er bei Berenberg da weiter, wo er bei der DWS aufgehört hat.
Gebhardt mag nach wie vor Unternehmen, deren Gewinne stärker wachsen als bei der Konkurrenz. Das sei gerade bei Nebenwerten sehr wichtig. "Aber die Bewertung muss auch stimmen", sagt der erfahrene Fondsmanager. Meist hält er 60 Prozent in Bluechips und 40 Prozent in Nebenwerten, darunter auch in Titeln, die nicht im MDAX, SDAX oder TecDAX enthalten sind. Aber die Nebenwertequote kann zwischen 20 und
50 Prozent betragen. Insgesamt wählt er aus einem Investmentuniversum 50 bis 70 Titel für den Fonds aus. Zudem steuert er die Investitionsquote zwischen 90 und 130 Prozent. Zudem setzt Gebhardt zur Steuerung des Investmentlevels, Hedging und für Prämieneinnahmen Derivate ein.
Derzeit sieht Gebhardt viele langfristige Trends wie Technologie weiterhin als intakt an. Daher gehören SAP und Siemens zu seinen größten Positionen. Aber er beschäftigt sich nun auch antizyklisch verstärkt mit dem Thema Automobil. Es gibt auf der einen Seite positive Treiber wie E-Mobilität, autonomes Fahren und immer mehr Elektronik in den Fahrzeugen. Das betrifft einige Zulieferer in Deutschland, die dadurch schöne Wachstumsraten haben. Auf der anderen Seite wächst auch der klassische Automarkt weiterhin. "Ich bin der Meinung, da ist im Augenblick zu viel Skepsis eingepreist, was die negativen Effekte der E-Mobilität angeht. Das kann durchaus die eine oder andere hervorragende Chance geben", sagt Gebhardt. Insgesamt hält er aufgrund des Zinsumfelds das Bewertungsniveau für gerechtfertigt. "Pro-bleme ergäben sich aus meiner Sicht nur, wenn die Zinsen schnell steigen. Von daher machen mir die Aktienbewertungen derzeit keine Kopfschmerzen. Daher werden wir noch in diesem Jahr den Anlauf auf die 13 000 DAX-Punkte sehen."
Fazit: Nun wird es spannend, ob Gebhardt auch bei Berenberg so erfolgreich wie bei der DWS sein kann.
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