Eine wertvolle Beteiligung und hohe Ölpreise machen dieses Unternehmen zu einem spannenden Investment in geopolitisch unsicheren Zeiten.
Es ist ein Vorstoß, der aufhorchen lässt. Laut einem Bericht der „Financial Times“ arbeiten Vertreter der deutschen Automobil- und Verteidigungsindustrie an einem Konzept, das die Gründung eines staatlichen Handelshauses für kritische Rohstoffe vorsieht. Als Vorbild soll dabei Japan dienen, das zum Schutz seiner Lieferketten nach einem chinesischen Embargo für seltene Erden im Jahr 2010 seine Bemühungen für die sichere Versorgung von wichtigen Rohstoffen verstärkte. Seitdem setzt das Land auf staatliche Unterstützung bei strategisch wichtigen Rohstoffen.
Zu diesen gehört auch Wolfram. Mit einem Schmelzpunkt von 3.422 Grad ist es das hitzebeständigste Metall, die Dichte ist ähnlich hoch wie die von Gold, die Härte ist fast doppelt so hoch wie die von herkömmlichem Stahl und es ist sehr beständig gegenüber Korrosion. Aufgrund dieser Eigenschaften ist es besonders wichtig für die Rüstungsindustrie, etwa für Panzerungen, Munition und Raketenkomponenten. Innerhalb eines Jahres hat sich der Preis für das Schwermetall mehr als vervierfacht. Laut der Londoner Denkfabrik IISS stammen 86 Prozent des weltweit geförderten Wolframs aus China. Das macht den Preis anfällig für geopolitische Spannungen. China selbst ist zudem der größte Verbraucher des weißlich glänzenden Metalls.
Strategisch wichtiges Unternehmen
Almonty ist einer der weltweit wichtigsten unabhängigen Wolfram-Produzenten mit Minen in Spanien, Portugal und Südkorea. Das Unternehmen gilt als Schlüssel für die Versorgungssicherheit westlicher Länder, weil es Wolfram außerhalb Chinas fördert und verarbeitet. Der zentrale Wachstumstreiber ist die Sangdong-Mine in Südkorea. Einer der größten Aktionäre des amerikanischen Unternehmens ist das Unternehmen Deutsche Rohstoff. Die Beteiligung ist aktuell rund 300 Millionen Euro wert, dazu kommen noch Wandelanleihen, wodurch sich nach Wandlung ein Anteil von rund zehn Prozent und damit derzeit eine Summe von 440 Millionen Euro ergibt. Damit ist die Beteiligung mehr wert als der Börsenwert der deutschen Rohstoff. Aufgrund des hohen Ölpreises dürften die Einnahmen im eigentlichen Kerngeschäft mit Öl und Gas in den USA sprudeln. Da das Unternehmen nur rund 30 Prozent seiner Produktion für das Geschäftsjahr 2026 teilweise über Puts abgesichert hat, kann es stark von der Ölpreisrally profitieren.
Fazit
Seit der Empfehlung in Ausgabe 03/2025 ist die Aktie der Deutschen Rohstoff um 125 Prozent gestiegen. Da die Preise für Wolfram auf absehbare Zeit hoch bleiben dürften, erhöht die Redaktion das Kursziel.
Dieser Artikel erschien zuerst im BÖRSE ONLINE-Heft. Weitere spannende Artikel finden Sie hier.