Die Aktie der DWS Group hat in den letzten Tagen stark auf den Abschluss eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran reagiert. Entscheidend ist aber nun, wie sich die Märkte weiterentwickeln. DWS-CEO Stefan Hoops machte nun in einem Interview mit Bloomberg TV eine klare Ansage.

Das Wichtigste kurz und knapp

• Die DWS-Aktie reagierte deutlich auf die jüngste Entspannung im Nahen Osten und markierte ein neues Jahreshoch.
• CEO Stefan Hoops stellt stabile oder sogar sinkende steuerbare Kosten in Aussicht und verweist auf effizientes Management.
• Anleger blicken nun vor allem auf die weitere Marktentwicklung, Kapitalzuflüsse und die kommenden Quartalszahlen.

Da die Entwicklung der DWS-Aktie eng mit der allgemeinen Börsenperformance zusammenhängt, ist es kein Wunder, dass die DWS-Papiere deutlich auf die jüngste Entspannung im Nahen Osten reagierten. Der Kurs markierte bei 61,50 Euro ein neues Jahreshoch, die Bullen sind wieder am Drücker.

In einem Gespräch mit dem Nachrichtensender Bloomberg sagte CEO Hoops diese Woche: „Ich erwarte nicht, dass die Kosten steigen werden – jedenfalls nicht die steuerbaren Kosten.“ Solange er an der Spitze der DWS stehe, sollten die steuerbaren Kosten mindestens stabil bleiben oder sogar sinken. Dieses Versprechen werde durch ein „umsichtiges“ Personalmanagement und Automatisierung untermauert, so Hoops.

Zuletzt war die Kostenkontrolle der DWS bemerkenswert: Lag die Kosten-Ertrags-Quote 2023 noch bei 60,3 Prozent, so konnte sie Ende letzten Jahres auf 58 Prozent gesenkt werden. Das lag noch unter dem eigenen Ziel von 59 Prozent. Diese Kennzahl setzt die Erträge ins Verhältnis zu den Kosten und gibt an, wie viele Cent ein Unternehmen aufwenden muss, um einen Euro an Ertrag zu generieren. Es gilt also, dass niedrige Werte besser sind.

Im Fokus der Anleger dürften in den nächsten Quartalen auch die Zuflüsse an neuem Kapital stehen, das der DWS anvertraut wird. Sie wies zuletzt eine starke Entwicklung auf, die im ersten Quartal 2026 allerdings durch den Iran-Krieg pausierte. Spannend wird nun sein, wie sich das zweite Quartal entwickelt hat.

DWS Group (WKN: DWS100)

Fazit

Aus charttechnischer Sicht stehen die Zeichen bei der DWS Group weiter auf Grün. Die jüngste Aussage von CEO Hoops stimmt zudem zuversichtlich, dass eine hohe Effizienz Kernbestandteil der Strategie bleibt. Wer noch nicht investiert ist, kann Rücksetzer zum Einstieg nutzen. Die Dividendenrendite dürfte absehbar attraktiv bleiben, zuletzt wurden Euro je Aktie ausgeschüttet, was aktuell 3,6 Prozent Rendite entspricht.

FAQs zur DWS Group

Was macht die DWS Group?
Die DWS Group ist ein Vermögensverwalter. Das Unternehmen investiert und verwaltet Geld für institutionelle und private Anleger und verdient vor allem an Gebühren.

Wovon hängt der Kurs der DWS-Aktie besonders ab?

Der Kurs hängt stark von der allgemeinen Börsenentwicklung, den Kapitalzuflüssen, der Kostenkontrolle und der Stimmung an den Finanzmärkten ab.

Warum reagiert die DWS-Aktie so sensibel auf Marktbewegungen?
Weil das Geschäftsmodell der DWS eng mit den Kapitalmärkten verknüpft ist. Steigende Kurse und mehr Anlegerinteresse wirken sich meist positiv auf das Geschäft aus