Vor 6 Monaten markierte der Bitcoin (BTC) noch ein Allzeithoch. Seither kennt der BTC im Grunde nur noch eine Richtung: abwärts. Daher fragen sich viele Anleger nun, wie es wohl mittel- und langfristig weitergehen wird. Das sagt die Charttechnik.

Wie geht es weiter beim Bitcoin - diese Frage wird viel diskutiert. Für die Klärung des zu erwartenden mittel- und langfristigen Verlaufs sind die Betrachtung des Wochen- und der Monats-Charts, verschiedener gleitender Durchschnitte sowie technischer Indikatoren wichtig.

Der Bitcoin und seine gleitenden Durchschnittskurse

Der Bitcoin-Kurs befindet sich seit dem 21. Januar durchgehend unter der 50- und der 200-Tage-Linie. Am 17. November 2025 kam es außerdem zur Ausbildung des sogenannten "Todeskreuzes", also eines Absackens der 50-Tage-Linie unter die 200-Tage-Linie.

Zudem ist der Kurs auch unter die von vielen Tradern berücksichtigte 100-Tage-Linie und sogar noch unter die 50-Wochen-Linie gerutscht und am 4. sowie 5. März 2026 beim Versuch der Rückeroberung kläglich gescheitert. Das alles sind überaus negative (bärische) Anzeichen für den weiteren Verlauf. Zudem kämpft die Kryptowährung seit dem 5. Februar mit der 200-Wochen-Linie, die derzeit bei 68.300 US-Dollar steht – und es sieht auch dabei aktuell nicht gut aus (der Bitcoin-Kurs liegt aktuell mit 67.809 US-Dollar darunter).

Obendrein befindet sich von 69.500 bis 70.000 US-Dollar ein wichtiger charttechnischer Widerstandsbereich, der sich dem Bitcoin bei einer allfälligen Aufwärtsbewegung entgegensteht (lange blaue Linie in der nachfolgenden Darstellung). 

Chart Bitcoin
https://de.tradingview.com/chart/?symbol=INDEX%3ABTCUSD
Chart Bitcoin

Anlass zur Hoffnung für den Bitcoin bei Betrachtung der technischen Indikatoren?

Immerhin gibt es seitens wichtiger technischer Indikatoren Anzeichen, die für eine eventuell bald anstehende Trendwende sprechen.

Auf Tagesbasis (also eher kurzfristig aussagekräftig) sehen wir:
- den Rückgang eines bärischen ADX von 58,3 (am 24. Februar 2026) auf neu 34,1, womit der Abwärtstrend an Schwung verliert. Allerdings ist auch ein Wert von 34,16 immer noch ziemlich bärisch;
- beim RSI gab es heute ein bullisches RSI/SMA14-Cross und
- die Stochastik hat seit dem 24. Februar 2026 das überverkaufte Terrain verlassen.

Auf Wochenbasis (also eher mittelfristig aussagekräftig) sehen wir:
- ebenfalls, dass die Stochastik heute das überverkaufte Terrain verlässt (allerdings etwas zaghaft);
- dass auch der RSI kurz davorsteht, das überverkaufte Terrain aufzugeben und
- es deutet sich ein allenfalls bevorstehendes MACD-Cross im überverkauften Bereich an. 

Fazit

Derzeit gibt es ein äußerst gemischtes Bild beim Bitcoin: einige negative Elemente und zarte Hoffnungszeichen. Die Lage kann man also derzeit als "weder Fisch noch Fleisch" zusammenfassen. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch unser Artikel vom 23.2.2026 "Bitcoin: Fortsetzung des Crashes oder kommt es nun zur Stabilisierung?" sehr lesenswert für Anleger, die sich für das „Big picture“ interessieren und wissen wollen, was im „worst case“-Szenario wirklich droht. 

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Häufige Fragen zum Bitcoin (BTC):

Wer steckt hinter Bitcoin?
Bitcoin wurde im Jahre 2008 von einer anonymen Person oder Gruppe namens Satoshi Nakamoto erfunden. Bis heute weiss niemand genau, wer Satoshi Nakamoto wirklich ist.

Was ist der Unterschied zwischen Bitcoin und anderen Kryptowährungen?
Bitcoin war die erste Kryptowährung und wird oft von Enthusiasten als «digitales Gold» bezeichnet. Es ist die bekannteste und am weitesten verbreitete Kryptowährung.

Wie funktioniert die Bitcoin-Blockchain eigentlich?
Die Blockchain ist wie ein digitales Kassenbuch, das alle Transaktionen speichert. Stell dir vor, jeder Block ist eine Seite in diesem Buch, und jede Seite ist voll mit Transaktionen. Sobald eine Seite voll ist, wird sie verschlossen (verschlüsselt) und eine neue Seite (Block) beginnt. Jeder Block ist mit dem vorherigen Block verbunden, wodurch eine Kette entsteht – die Blockchain. Diese Kette ist dezentral auf vielen Computern weltweit verteilt, was sie extrem sicher macht.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.