Die Situation bei Bitcoin spitzt sich immer weiter zu. Eine Studie aus dem Analystenhaus Bernstein verheißt nichts Gutes für die Mutter aller Kryptowährungen. Das müssen Anleger jetzt unbedingt wissen.
Quantencomputer gelten als eine der größten Bedrohungen für Bitcoin überhaupt. Die Bernstein-Analysten Gautam Chhugani, Mahika Sapra, Sanskar Chindalia und Harsh Misra haben dazu eine neue Studie vorgelegt.
Studie: Bitcoin hat nicht mehr viel Zeit
Darin kommen die Forscher zu dem Schluss, dass die Kryptowährung nach den neuesten Durchbrüchen nur noch drei bis fünf Jahre Zeit hat, um sich auf die technologische Bedrohung einzustellen. Angesichts der Trägheit des BTC-Netzwerkes, was Veränderungen angeht, keine guten Aussichten.
Dennoch kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass sich die Mutter aller Kryptowährungen und auch ihre Nachfolger auf die Bedrohung einstellen können. Sie nannten es einen „beherrschbaren Upgrade-Zyklus“ und kein „existenzielles Risiko“.
Seit einigen Jahren kursieren bereits in der Bitcoin-Community Sorgen darüber, dass Quantencomputer einzelne Wallets oder womöglich das gesamte System angreifen könnten. Besonders ältere Bestände sind von der Technologie bedroht.
Die Zeit wird knapp für Bitcoin
Was Quantencomputer angeht, wird das Zeitfenster zur Umrüstung für Bitcoin also immer kleiner. Dass das Netzwerk noch in diesem Jahr seinen Algorithmus umstellt, ist laut Polymarket-Wetten mit 8 Prozent Chance sehr unwahrscheinlich. Höher steht allerdings die Wahrscheinlichkeit auf einen Hack bis 2028 mit 24 Prozent.
Doch tatsächlich ist das nicht das einzige Problem für den Bitcoin. Mehr dazu lesen Sie hier: Extremes Risiko für den Bitcoin? Neue Spekulationen könnten zum Problem werden
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Häufig gestellte Fragen
Warum prognostiziert Bernstein ein kritisches Zeitfenster von drei bis fünf Jahren für Bitcoin?
Laut einer aktuellen Studie der Analysten Gautam Chhugani und Mahika Sapra rücken technologische Durchbrüche im Quantencomputing den Zeitpunkt näher, an dem herkömmliche Verschlüsselungen angreifbar werden. Bernstein schätzt, dass das Bitcoin-Netzwerk etwa drei bis fünf Jahre Zeit hat, um auf quantenresistente Standards (PQC) umzustellen, bevor die theoretischen Risiken in praktische Bedrohungen umschlagen.
Welche Bitcoin-Bestände sind laut der Bernstein-Studie am stärksten gefährdet?
Besonders bedroht sind etwa 1,7 Millionen BTC, die in sogenannten Legacy-Wallets aus der Ära von Satoshi Nakamoto liegen. Bei diesen frühen Adresstypen (P2PK) ist der öffentliche Schlüssel bereits dauerhaft auf der Blockchain sichtbar, was es Quantencomputern ermöglicht, den privaten Schlüssel ohne aktive Transaktion des Besitzers abzuleiten.
Wie sicher ist der Bitcoin-Mining-Prozess vor Angriffen durch Quantencomputer?
Das Mining von Bitcoin gilt laut Bernstein als weitgehend sicher gegenüber Quantenangriffen, da der verwendete SHA-256-Algorithmus eine hohe Resistenz aufweist.
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