AMSTERDAM (dpa-AFX) - Die Aktien von ASML sind am Donnerstag mit knapp 1.333 Euro auf ein Rekordhoch gestiegen. Dreimal hatten sich die Papiere des Anlagenbauers für die Halbleiterindustrie zuvor im Jahresverlauf an der Hürde von 1.300 Euro die Zähne ausgebissen.

Am Donnerstagmorgen sorgte dann Didier Scemama von der Bank of America (BofA) mit seinem hohen Kursziel von 1.710 Euro für Aufmerksamkeit und genügend Schwung.

Absatz, Geschäftsmix und Produktivität der Low-NA EUV-Lithografiesysteme, dem aktuellen Industriestandard für fortschrittliche Chipfertigung, seien entscheidend für die Berechenbarkeit der Ergebnisentwicklung und damit auch die Aktie der Niederländer - nicht das genaue Timing der neuen High-NA-Generation.

Die Einführung verzögere sich, sei aber nicht abgeblasen. Als erste dürften Anbieter von einfacheren DRAM-Speicherbausteinen umstellen. Die Abnehmer von komplexeren Halbleitern des Auftragsfertigers TSMC , einem wichtigen ASML-Kunden, dann eben erst später.

Mit seinem Kursziel von 1.710 Euro signalisiert Scemama weitere 28 Prozent Kurspotenzial für die 2026 bereits um 45 Prozent nach oben gerannte Aktie.

ASML ist mit einem Börsenwert von mehr als einer halben Billion Euro das mit Abstand wertvollste Unternehmen Europas. Die HSBC , LVMH , Siemens , L'Oreal und SAP folgen mit weitem Abstand.

Vor einem Jahr sah das noch ganz anders aus. Anfang Mai 2025 hatte SAP mit rund 320 Milliarden Euro die Nase vorn und ASML lag mit 238 Milliarden Euro nur auf Platz sechs./ag/zb

Quelle: dpa-Afx