FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Heidelberger Druck konsolidieren am Donnerstag weiter ihre jüngste Kursrally wegen Fantasie für ein neues Geschäftsfeld im Bereich der Drohnenabwehr. Am Vortag hatte schon knapp über der 2-Euro-Marke eine Korrekturbewegung eingesetzt, die am Donnerstag mit einem Minus von 8,2 Prozent auf 1,61 Euro weiter ging. Das Unternehmen trübte das Bild mit einer verfehlten Ergebnisprognose für das abgelaufene Geschäftsjahr.

In dem Geschäftsjahr, das am 31. März beendet wurde, konnte Heidelberger Druck das Ziel nicht erreichen, die bereinigte Marge auf 7,1 Prozent zu verbessern. Den am Donnerstagabend vorgelegten Eckdaten zufolge wurden nur rund 6,6 Prozent erreicht. Die Margenschwäche ohne nennenswerte Umsatzeinbußen spreche für ein negativeres Preisumfeld, kommentierte am Donnerstag der Warburg-Analyst Stefan Augustin.

Ein Händler sprach vor dem Hintergrund der jüngsten Kursentwicklung von Nachrichten, die nicht gerade neues Vertrauen in die Aktie bringen. Diese war in den vergangenen Tagen zu einem Objekt der Spekulanten geworden. Am Dienstag hatte eine Rally begonnen, die am Vortag zum Handelsauftakt nach einem mehr als 50-prozentigen Spitzenplus bei 2,05 Euro ihren Zenit erreicht hatte.

Die erstmals im März aufgeflammte Rüstungsfantasie war zuletzt bei Heidelberger Druck wieder aufgewärmt worden, weil ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Partner Onberg Autonomous Systems den Betrieb aufnahm. Am Markt hieß es, dass die Rally auch dadurch verstärkt wurde, dass Leerverkäufer dazu gezwungen wurden, ihre Wetten auf fallende Kurse aufzulösen./tih/nas/stk

Quelle: dpa-Afx